SV Merchingen will aus dem Mittelfeld der Fußball-Bezirksliga raus

Fußball-Bezirksliga MZG : Merchingen hat ein Torwartproblem

Im Sturm des Fußball-Bezirksligisten läuft es dafür umso besser.

Seit vielen Jahren ist der SV Merchingen in der Fußball-Bezirksliga Merzig-Wadern sportlich zu Hause. Nachdem der Club viele Jahre im Mittelfeld gelandet war, soll es diesmal anders laufen. Sportlich sei man gut aufgestellt, berichtet Tanja Mutschler, die sich selbst als Mädchen für vieles beim SVM bezeichnet. „Mein Vater ist zweiter Vorsitzender und Clubheimwirt, da war es klar, dass ich beim Fußball lande. Ich bin Betreuerin und mache noch so einige andere Sachen rund um Verein und Mannschaft“, berichtet Mutschler.

Der 350 Mitglieder zählende Club unterhält eine erste und zweite Mannschaft, eine AH- und AH-B-Mannschaft und auch im Jugendbereich „sieht es gut aus. Wir stellen eine C-, D-, E-, F- und eine G-Jugend“, sagt die engagierte Betreuerin weiter. Diesmal begann die Runde richtig gut, denn nach fünf Spieltagen stand der SVM auf dem dritten Platz. Doch dann folgte wieder ein auf und ab, sodass der Club im Mittelfeld platziert ist. „Dass es nicht mehr ist, daran ist unser riesiges Verletzungspech schuld. Dazu haben wir ein gravierendes Torwartproblem, da alle unsere Schlussleute durch die Bank weg nicht einsatzfähig sind. Stammkeeper Yannick Austgen ist am Kreuzband verletzt, kehrt erst zur Rückrunde ins Team zurück“, klagt Mutschler.

Auch in den anderen Mannschaftsteilen muss Trainer Artur Kruser, der seit Januar 2019 den SV Merchingen trainiert, auf viele Stammkräfte verzichten. „Sieben Spieler aus dem engeren 18er-Kader fehlen im Moment. Wir trainieren mit zehn Spielern der ersten Mannschaft“, sagt der Coach, der zuvor in der Saarlandliga beim SV Mettlach aktiv war. „Die Truppe stellt sich von alleine auf, wir haben kaum Alternativen und müssen den Kader immer mit Spielern der zweiten Mannschaft auffüllen“, ist der Coach leicht frustriert.

Dabei habe der Verein sich in dieser Runde auf die Fahne geschrieben, so lange wie möglich, den Kontakt nach oben zu halten. „Oftmals wurde bei uns die Runde schon im April abgehakt, denn da ging nichts mehr nach oben oder unten. Das soll es diesmal nicht geben“, ist Kruser zuversichtlich, dass man noch Chancen hat, anzugreifen.

Ein Garant dafür, dass es mit dem Toreschießen klappt, ist Klaus-Peter Schröder, der mit Kruser in Mettlach gespielt und schon 17 Treffer erzielt hat. „Es gefällt ihm bei uns, er bezeichnet die Kameradschaft in der Truppe als überragend“, sagt Kruser über seinen Topstürmer, der beim Verbandsligisten Brotdorf schon Trainer war.

Am vergangenen Mittwoch fand das Nachhol-Topspiel zwischen dem SV Lockweiler-Krettnich und dem SCV Orscholz statt. Nach 90 Minuten endete das Spiel 4:4-Unentschieden. Beim SCV Orscholz musste der 52-jährige Jörg Brausch das Tor hüten und machte seine Sache sehr gut. „Es war eine eher mäßige Partie, in der wir schon 4:2 führten und Chancen auf das fünfte Tor hatten. Doch Lockweiler-Krettnich kam gut zurück. Das Remis ist gerecht“, befand Orscholz-Coach Willi Bauer.

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