SV Göttelborn startet gegen FC Bitburg in Regionalliga im Fußball

SV Göttelborn : Aufsteiger will auch in Regionalliga jubeln

Der SV Göttelborn, der seit 2018 mit der SV Elversberg kooperiert, startet am Samstag mit dem Heimspiel gegen den FC Bitburg in seine erste Regionalliga-Saison. Dort möchte der ambitionierte Saarlandpokalsieger oben mitmischen.

Mit breitem Kader und breiter Brust startet der SV Göttelborn am kommenden Samstag, 10. August, um 18 Uhr zu Hause gegen den FC Bitburg in die Saison der Fußball-Regionalliga Südwest. Seit 2018 arbeitet der SV Göttelborn im Frauen-Bereich mit der SV Elversberg zusammen. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, die Nummer Eins im Saarland zu werden (wir berichteten mehrfach).

Die erste Hürde auf dem Weg dorthin hat die Mannschaft um Trainer Kai Klankert und Topspielerin Selina Wagner – sie gewann 2013 mit dem VfL Wolfsburg die Champions League – genommen. Der SV Göttelborn wurde in der vergangenen Saison Saarlandpokalsieger und mit 20 Siegen in 20 Saisonspielen Verbandsliga-Meister. Damit sicherte sich die Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga – und eine gehörige Portion Selbstvertrauen für die Herausforderungen in der neuen Liga. „Auch dort wollen wir oben mitspielen“, kündigt Klankert an.

Dafür wurde der Kader vergrößert und in der Spitze besser aufgestellt. Top-Neuzugänge beim Regionalliga-Neuling sind die 21 Jahre alte Abwehrspielerin Emma Dörr sowie die 18-jährige Mittelfeldspielerin Lea-Marie Grünnagel. Beide sind vom 1. FC Saarbrücken gekommen, wo sie Zweitliga-Erfahrung sammelten. Auch Cailin Hoffmann, die zuletzt für den neuen Ligakonkurrenten SC Siegelbach aktiv war, kann sich wohl Chancen auf einen Stammplatz ausrechnen.

Neu beim SV Göttelborn sind auch Torhüterin Helen Kuhn und Stürmerin Maxima Dejon, die von der U 17 des 1. FC Saarbrücken gekommen sind, sowie Stürmerin Michelle Kriesch aus der eigenen zweiten Mannschaft. Auch die Abwehrspielerin Celine Schwer und Mittelfeldakteurin Jolina Sauer, die beide in der vergangenen Saison im männlichen Nachwuchs der JSG Schwalbach gespielt haben, sind zum Aufsteiger gekommen.

Des Weiteren hat der SV Göttelborn Michelle Dejon verpflichtet. Die Abwehrspielerin war zuletzt beim 1. FC Saarbrücken aktiv, hat nach einer Kreuzbandverletzung aber pausiert und ist im Aufbautraining. „Wie ein Neuzugang ist für uns auch Lara Martin“, sagt Klankert. Die stellvertretende Spielführerin und Allzweckwaffe ist nach einem Kreuzbandriss aus der Vorsaison in den Kader zurückgekehrt.

Um das Saisonziel „oben mitspielen“ erreichen zu können, wird es für den SV Göttelborn entscheidend sein, sich schnellstmöglich an den schnelleren und robusteren Fußball in der höheren Liga zu gewöhnen. „Die Situation wird eine ganz andere sein wie letzte Saison“, erklärt Klankert. In der Verbandsliga dominierte seine Mannschaft die Gegner nach Belieben, was allein die Tordifferenz von 130:2 zeigt. Das wird nun anders werden – und war auch am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals bei der 1:5-Heimniederlage gegen Zweitligist SG Andernach zu sehen.

Klankert sieht ohnehin nicht seine Mannschaft in der Regionalliga als Titelfavorit. „Der 1. FFC Niederkirchen und der TSV Schott Mainz haben erklärt, dass sie aufsteigen wollen“, berichtet der Übungsleiter: „Beide haben gegenüber uns den Vorteil, dass sie bis 2018 in der 2. Liga gespielt haben. Deshalb werden sie in umkämpften Spielen gefestigter sein. Das ist eine Erfahrung, die meine Mannschaft erst noch sammeln muss.“

Niederkirchen liegt in Rheinland-Pfalz und ist nicht zu verwechseln mit Niederkirchen bei St. Wendel. Der 1. FFC ist ein großer Name im deutschen Frauen-Fußball. Der Vorgänger-Verein, der TuS Niederkirchen, wurde 1993 deutscher Meister. 2003 spielte der Club letztmals in der Bundesliga. Zum Duell zwischen Neuling SV Göttelborn und dem Traditionsclub kommt es am Sonntag, 25. August, in Niederkirchen. Beim TSV Schott Mainz spielt der Aufsteiger am Sonntag, 29. September.

www.sv-goettelborn.de

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