| 20:43 Uhr

Fußball-Regionalliga Südwest
Abschluss einer bitteren Vorrunde

Der neue Trainer Horst Steffen (Mitte) erklärt den Spielern der SV Elversberg, was er von ihnen im Heimspiel gegen Pirmasens erwartet. Schritt für Schritt will er der Truppe seine Spielphilosophie einimpfen.
Der neue Trainer Horst Steffen (Mitte) erklärt den Spielern der SV Elversberg, was er von ihnen im Heimspiel gegen Pirmasens erwartet. Schritt für Schritt will er der Truppe seine Spielphilosophie einimpfen. FOTO: Thomas Wieck
Elversberg. SV Elversberg: Tabellenplatz zwölf, Trainerwechsel, personelle Ausfälle und noch keine Wende unter Horst Steffen. Von Heiko Lehmann

Wohl kaum einer im Fußball-Saarland hätte es für möglich gehalten, dass die SV Elversberg am letzten Spieltag der Hinrunde in der Regionalliga Südwest darum kämpft, den zehnten Platz zu erreichen. Mit einem der größten Etats der Liga (zwei bis drei Millionen Euro), einem zusammengescouteten neuen Team und dem Ziel 3. Liga war die SVE angetreten. Doch der Schuss ging nach hinten los.


Vor dem 17. Spieltag haben die Elversberger das drittschlechteste Torverhältnis aller Mannschaften – und bei einer Niederlage an diesem Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den FK Pirmasens könnte die Mannschaft des neuen Trainers Horst Steffen sogar auf einen möglichen Abstiegsplatz rutschen.

Steffen denkt trotz seiner misslungenen Premiere beim 0:2 vor einer Woche bei der TSG Balingen positiv. „Wir haben richtig starke Phasen gehabt, in denen ich dachte, gleich haben wir sie müde gespielt. Aber unserem Spiel hat noch etwas gefehlt“, sagte der 49-Jährige. Er hatte den Spielaufbau bereits verändert und in den Trainingseinheiten in dieser Woche weiter am Offensivspiel gearbeitet. „Wir haben auch für die Defensive intensiv trainiert. Die Abstände zwischen den Ketten waren zu groß. Hier müssen die Innenverteidiger und der Torhüter dafür sorgen, dass die Abwehr ranschiebt – oder die Mittelfeldreihe zurückkommt“, sagte Steffen.



Wer die Innenverteidiger gegen Pirmasens sein werden, dürfte kein großes Geheimnis sein. Mike Egels­eder fällt mit einer Meniskusverletzung bis zur Winterpause aus, und auch Oliver Stang darf nach einer Knorpel-Operation im Knie drei Monate lang kein Fußball spielen. Somit bleiben nur noch Marco Kofler und Kapitän Leandro Grech übrig. „Luca Blaß und Aldin Skenderovic haben im Training gute Eindrücke hinterlassen und können diese Position auch spielen“, sagte Steffen.

Ob der Verein im Defensivbereich in der Winterpause personell nachlegt, ist offen, zumal der Zug Richtung 3. Liga ohne die SVE abgefahren ist. Zudem würde man den Spielern des aktuellen Kaders wohl das Vertrauen absprechen, dass sie den Ligaverbleib nicht schaffen können. „Ich kann dazu jetzt nichts sagen. Ich bin erst seit zwei Wochen hier. Wir haben einen qualitativ hochwertigen Kader, die Spieler sind auf einem sehr guten Fitnessniveau. Ich habe hier keine Baustelle übernommen“, erklärte Steffen.

Neben den sichtbaren Veränderungen im Spielaufbau hat der neue SVE-Trainer in zwei Wochen auch personell etwas geändert. Mittelfeldspieler Gaetan Krebs war unter dem ehemaligen Trainer Roland Seitz das letzte Mal am 1. September im Kader. Steffen holte Krebs vergangene Woche zurück und wechselte ihn auch ein. „Ich habe im Training gesehen, wie sich Gaetan empfiehlt. Das hat mir gefallen. Er kann Fußball spielen und der Mannschaft weiterhelfen“, sagte der Trainer, der für das Spiel gegen Pirmasens weitere sichtbare Veränderungen angekündigt hat. Und wann sieht man der Mannschaft das komplette Horst-Steffen-Programm an? „Das braucht Zeit. Wir können in zwei Wochen nicht alles verändern. Ich gehe mal davon aus, dass es bis nach der Winterpause dauern wird, bis die Mannschaft so spielt, wie ich es mir vorstelle.“