| 21:50 Uhr

Fußball-Regionalliga Südwest
Die SVE belohnt sich mal wieder nicht

Frankfurt. Überlegene Elversberger spielen beim FSV Frankfurt trotz vieler Chancen nur 1:1. Von Heiko Lehmann

Nach zwei Siegen in Folge hat es für Fußball-Regionalligist SV Elversberg am Samstag beim FSV Frankfurt nur zu einem 1:1 gereicht. „Wir müssen auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Wir haben gut gespielt und waren 90 Minuten klar besser“, sagte SVE-Trainer Roland Seitz und haderte: „Es war wieder der absolute Wahnsinn, was wir für Torchancen vergeben und wie einfach unser Gegner zu einem Tor kommt.“


Vor 998 Zuschauern am Bornheimer Hang war die SVE über 90 Minuten lang klar spielbestimmend. Die Frankfurter zogen sich mit neun Mann bis 30 Meter vor das eigene Tor zurück. Dennoch spielte sich die SVE mehrmals durch den Abwehrriegel. Alban Meha schoss aus spitzem Winkel nur wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei (13.), Manuel Feil scheiterte aus zwölf Metern völlig freistehend an FSV-Torhüter Marco Aulbach (24.). Und Kevin Koffi konnte gleich zweimal sehr gute Freistöße von Meha aus kurzer Distanz nicht verwerten (32., 43.).

Wie so oft in der Vergangenheit wurde die schwache Chancenverwertung bestraft. Der Frankfurter Außenverteidiger und Ex-Elversberger Patrick Huckle zog in der 36. Minute aus 25 Metern einfach mal ab, und der Ball schlug abgefälscht von Sinan Tekerci unter der Querlatte ein – das 1:0 für den FSV. SVE-Torhüter Frank Lehmann war chancenlos. „Ich musste in den letzten beiden Spielen keinen Ball halten, und wir haben trotzdem vier Gegentore bekommen. Das nervt“, sagte Lehmann: „So einen Schuss aus dieser Entfernung darfst du nur blocken, wenn du dir sicher bist, dass du den Ball zu 100 Prozent hast. Ich hätte ihn gehalten, wenn er normal aufs Tor gekommen wäre.“



Wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel hatte Meha anscheinend genug vom falschen Stellungsspiel seiner Mitspieler bei seinen Freistößen. Der 32-Jährige zog den Ball bei einem weiteren Freistoß fast von der Außenlinie direkt aufs kurze Eck und verblüffte inklusive des FSV-Torhüters alle auf dem Platz mit dem Ausgleich zum 1:1 (46.). „Ich habe in der Videoanalyse gesehen, dass der Torhüter immer weit in den Strafraum aufrückt, also habe ich es direkt probiert. Wir werden immer besser und dürfen uns jetzt nicht verrückt machen, nur weil wir unentschieden gespielt haben“, sagte Meha.

Auch im zweiten Durchgang war die SVE haushoch überlegen, konnte aber auch 10:0 Ecken nicht zum Sieg nutzen. Auch ein Foul an Koffi im FSV-Strafraum sah Schiedsrichter Gaetano Falcicchio nicht – für die SVE der vierte nicht gegebene klare Elfer in dieser Saison. Die Frankfurter, die ab der 50. Minute auf Zeit spielten, feierten den Punkt nach dem Spiel wie einen Sieg. Die SVE spielt jetzt als nächstes am Mittwoch, 19 Uhr, im Saarlandpokal bei Saarlandligist SF Köllerbach.