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SV Elversberg ist der Top-Favorit

So feierte die SV Elversberg Mitte Mai das Erreichen der Relegation. Auch in der neuen Saison will der Club nach dem verpassten Aufstieg einen der ersten beiden Plätze einnehmen. Foto: Schlichter
So feierte die SV Elversberg Mitte Mai das Erreichen der Relegation. Auch in der neuen Saison will der Club nach dem verpassten Aufstieg einen der ersten beiden Plätze einnehmen. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Saarbrücken. Eindeutiger kann eine Umfrage nicht ausfallen. Alle Trainer der Fußball-Regionalligisten sehen in der SV Elversberg den Top-Favoriten auf einen der ersten Plätze. Auch der FCS wird ganz vorne erwartet. Homburg gilt als ein „Geheimfavorit“. mspw

Geht es nach den 19 Trainern der Fußball-Regionalliga Südwest, dann startet der aktuelle Vizemeister mit den besten Chancen in die neue Spielzeit 2016/2017. Nicht zuletzt wegen der Verpflichtung der drei Bundesliga-erfahrenen Neuzugänge Edmond Kapllani, Steffen Bohl und Milan Ivana trauen alle Experten der SV Elversberg erneut den Sprung auf einen der ersten beiden Tabellenplätze zu, die am Saisonende zur Teilnahme an der Relegation zur 3. Liga berechtigen.


Trainer Michael Wiesinger nimmt die Favoritenrolle an: "Wir haben ein klares Ziel vor Augen, wollen wieder einen Relegationsplatz erreichen und an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga teilnehmen." Vor zwei Monaten war die SVE am Nordost-Regionalligisten FSV Zwickau (1:1, 0:1) gescheitert.

Immerhin 15 Trainer haben den aktuellen Titelträger SV Waldhof Mannheim wieder auf der Rechnung, obwohl Ex-Nationalspieler Hanno Balitsch seine Karriere beendet hat. Außerdem gehören Drittliga-Absteiger Stuttgarter Kickers (zwölf Nennungen) und der runderneuerte 1. FC Saarbrücken (acht) zum engeren Kreis der Aufstiegsanwärter. Eher als "Geheimfavoriten" werden dagegen der FC Homburg, der TSV Steinbach (jeweils drei Stimmen), die U23-Mannschaften des VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim (je zwei) sowie Eintracht Trier und Kickers Offenbach (je eine Nennung) gehandelt. Offenbach startet wegen Lizenzverstößen allerdings mit neun Minuspunkten in die Runde. "Das ist eine schwere Hypothek", sagt Trainer Oliver Reck : "So schnell wie möglich wollen wir diesen Nachteil wettmachen."



Nahezu alle Trainer erwarten Hochspannung im oberen und auch im unteren Tabellendrittel der mit Traditionsvereinen gespickten Spielklasse. Matthias Mink, der beim TSV Steinbach die Nachfolge von Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric angetreten hat, sagt stellvertretend: "Die Liga ist so stark wie noch nie."

Eine der stärksten Mannschaften in der vergangenen Saison war die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim . Trainer Marco Wildersinn bleibt aber zurückhaltend, was die neue Runde angeht. "Im Titelrennen", sagt er, "da hat die SV Elversberg die besten Karten. Unsere Zielsetzung bleibt unverändert. Im Fokus steht die Ausbildung unserer Talente. Wenn wir die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden, sind wir zufrieden."

Das dürfte Drittliga-Absteiger Stuttgarter Kickers zu wenig sein. Der wird von einem alten Bekannten trainiert: Alfred Kaminski. "Unser erstes Ziel ist es, gut zu starten, ein Team zu formen und die Entwicklung voranzutreiben. Schließlich gehen wir mit einem komplett neuen Kader in die Saison, den wir noch weiter qualitativ verstärken wollen", sagt der Ex-Trainer des 1. FC Saarbrücken und des FC Homburg.