SV Elversberg gewinnt gegen Astoria Walldorf nach 0:1-Rückstand mit 3:1

Kostenpflichtiger Inhalt: SV Elversberg siegt gegen Walldorf : „Diese Rückstände nerven einfach“

SV Elversberg dreht 0:1 gegen Astoria Walldorf noch um, vergibt aber wieder Chancen ohne Ende.

In Ulm erzielte Del Angelo Williams kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer für die SV Elversberg. In der vergangenen Woche traf der 26-Jährige nur 30 Sekunden nach dem 2:2-Ausgleich gegen die TSG Balingen zum 3:2. Und am vergangenen Samstag hat er es schon wieder getan. Gerade einmal 30 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Williams zur Stelle war, das 2:1 erzielte und das Spiel gegen den FC Astoria Walldorf endgültig für die Elversberger drehte.

„Das ist ja Sinn der Sache, die Tore sollen ja auch was bringen. Ich habe immer vor, wichtige Tore zu schießen. Ob es dann gelingt, ist eine andere Sache“, sagte Williams. Am Ende hieß es vor 845 Zuschauern 3:1 für die SVE – der vierte Sieg in Folge. Allerdings war es auch das sechste Mal in dieser Saison, dass die SVE mit 0:1 in Rückstand geriet. Dominant und druckvoll spielte die SVE nach vorne. So, wie es Trainer Horst Steffen vorgegeben hatte. Klare Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus, da die vielen Abwehrspieler im Walldorfer Strafraum immer in Bein dazwischen hatten.

In der Offensive tauchten die Gäste in den ersten 25 Minuten so gut wie gar nicht auf. Aber dann: SVE-Kapitän Luca Dürholtz foulte seinen Gegenspieler, Schiedrichter Lars Erbst pfiff 22 Meter vor dem Elversberg Freistoß, und Andreas Schön verwandelte direkt über die Mauer und in den Winkel zum 0:1 (25.). „Diese Rückstände sind unglücklich und nerven einfach. Aber danach sind wir aufgetreten wie eine Spitzenmannschaft“, sagte Stürmer Thomas Gösweiner, der spät für Williams eingewechselt wurde.

Zunächst einmal ließen sich die Elversberger Spieler von dem Rückstand nicht beirren. Nach einem Eckball hämmerte Torben Rehfeldt den Ball aus 15 Metern zum 1:1 unter die Latte (38.). Es war bereits das dritte Saisontor des Innenverteidigers. „Ich muss unsere Stürmer ja irgendwie mal unter Druck setzen“, sagte Rehfeldt mit einem Augenzwinkern. Williams verspürte aber offensichtlich keinen Druck und schob den Ball zum 2:1 an Torhüter Nicolas Kristof vorbeit ins Tor.

Was danach folgte, ist ein ähnliches SVE-Problem wie die frühen Gegentore – die SVE verballert Chancen ohne Ende. Dürholtz schoss aus elf Metern freistehend daneben (51.). Sinan Tekerci lief in der 65. Minute alleine auf das Gästetor zu und schoss Kristof an. Genau das Gleiche passierte Williams nur drei Minuten später. Bei Oliver Oschkenats Chance war sogar schon der Torhüter geschlagen, doch der 25-Jährige schoss aus fünf Metern über das Tor (75.).

„Ich habe in meiner Karriere noch nie erlebt, dass meine Mannschaft in jedem Spiel so viele Torchancen hat. Jetzt müssen wir sie nur noch verwerten“, sagte Williams. Sein Sturmpartner Gösweiner sorgte dann für die Entscheidung. Der Österreicher machte mal etwas anderes, als frei vor dem Tor einfach draufzuhalten. Er hielt den Ball an der Strafraumgrenze, der Torhüter kam raus, und der 24-Jährige lupfte den Ball zum 3:1 ins Tor. Mit viel Gefühl und Raffinesse – das hat in dieser Saison noch kein Elversberger geschafft. „Wir mussten heute zwar lange bis zur Entscheidung warten, aber das war wieder eine starke Leistung von uns“, sagte Trainer Horst Steffen. Am kommenden Mittwoch, 19 Uhr geht es für die SV Elversberg im Saarlandpokal weiter. In der fünften Runde ist die SVE zu Gast beim Saarlandligisten FV Bischmisheim.

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