SV Elversberg gewinnt 2:1 gegen Eintracht Stadtallendorf

SV Elversberg : Ein Dreier mit Hängen und Würgen

Regionalligist SV Elversberg gewinnt 2:1 gegen Stadtallendorf. Jetzt warten zwei Spitzenteams auf die SVE.

Die SV Elversberg hat am vergangenen Samstag ihr vorgegebenes Ziel erreicht und „egal wie“ gegen den Tabellen-16. TSV Eintracht Stadtallendorf gewonnen. Vor 654 Zuschauern im Stadion an der Kaiserlinde hieß es am Ende 2:1 für die SVE. Doch es hätte gut und gerne anders ausgehen können. Denn Gästespieler Erdinc Solak verschoss in der 69. Minute einen Foulelfmeter (Pfosten), SVE-Torhüter Frank Lehmann musste in der 78. Minute den Ball nach einem gefährlichen Frei­stoß aus der Luft fischen, und Innenverteidiger Mike Eglseder konnte in der 88. Minute einen Schuss von Felix Nolte fünf Meter vor dem Tor gerade noch blocken.

Mit Hängen und Würgen rettete die SVE den Sieg über die Zeit. „Wir haben es zweimal verpasst, das Spiel zu entscheiden. Wir hatten genug Chancen, und unser Gegner hat mal wieder ein Traumtor geschossen“, sagte SVE-Trainer Roland Seitz nach dem Spiel, und es war ihm anzumerken, dass das „egal wie“ dann doch nicht so egal war. „Wir bestrafen uns selbst mit dieser Fahrlässigkeit vor dem gegnerischen Tor. In dieser Liga kann dir jede Mannschaft am Ende noch so ein Ding reindrücken, und plötzlich stehst du mit leeren Händen da“, so Seitz weiter.

Doch die SVE hatte Glück – so wie in der 15. Minute, als Guilherme Appel Prestes Da Silva nicht das 1:0 für den Gegner erzielte. Der Brasilianer lief völlig alleine auf das SVE-Tor zu, Schlussmann Frank Lehmann hielt den Ball mit einer Hand und einem Superreflex. Neun Minuten später hatte die SVE schon wieder Glück. Kevin Lahn fiel bei einem Dreikampf im Gästestrafraum um, Schiedsrichter Tobias Endriß entschied auf Elfmeter für die SVE. Die Gästespieler flippten aus, und die Fernsehbilder zeigten, dass kein Foul zu erkennen war. Oliver Stang schoss flach zum 1:0 in die Mitte.

Apropos Kevin Lahn. Der 26-Jährige rückte für den gelbgesperrten Alban Meha in die Partie und machte ein ganz starkes Spiel. Lahn war über die rechte Seite kaum zu halten, bereitete viele gute Chancen vor und hatte selbst Möglichkeiten, Tore zu erzielen. „Wenn wir vorne konsequenter sind, dann ist das Spiel nach 60 Minuten entschieden, und wir haben Ruhe“, sagte Lahn. Konsequent war dagegen der Ex-Elversberger Antonyos Celik, der in der 36. Minute den 1:1-Ausgleich für Stadtallendorf erzielte – ein Traumtor vom Strafraum-Eck genau in den langen Winkel.

Im zweiten Durchgang hatte die SVE viele gute Chancen, das Spiel zu entscheiden, doch vor dem Gästetor machte sich nur einheimisches Unvermögen breit. Bis auf eine Aktion. Israel Suero, der für Sinan Tekerci in der Startelf stand, flankte in der 58. Minute von der rechten Seite auf Stürmer Kevin Koffi. Der 32-Jährige nahm die Kugel an, drehte sich und erzielte aus fünf Metern den 2:1-Siegtreffer. Ansonsten waren viele Abschlüsse der SVE zu überhastest oder ganz einfach zu schwach. Die Kaltschnäuzigkeit, den Ball mal aus fünf Metern mit der Picke auf das Tor zu hauen, fehlte komplett. Immer wieder blockten die Stadtallendorfer Abwehrspieler die offensichtlichen Schüsse der SVE. Dennoch war es ein verdienter, wenn auch glücklicher Sieg. „Vielleicht hat uns etwas das Selbstvertrauen gefehlt. Aber wir haben gewonnen, und für mich zählt nur das“, sagte Rechtsverteidiger Nils Winter, „in den nächsten beiden Wochen haben wir entscheidende Spiele vor uns, und jetzt wollen wir auch mal ein Topteam schlagen.“ Vergangene Saison gelang der SVE kein einziger Sieg gegen die Spitzenteams der Liga. Am kommenden Samstag, 14 Uhr, ist die SVE zu Gast beim Dritten TSV Steinbach, eine Woche später empfangen die Elversberger Tabellenführer Waldhof Mannheim.

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