SV Elversberg geht mit voller Offensive ins Derby gegen den FCS

Kostenpflichtiger Inhalt: Regionalliga-Topspiel : Mit voller Offensive in das Spitzenspiel

Das Regionalliga-Derby zwischen der SV Elversberg und dem 1. FC Saarbrücken hat vorentscheidenden Charakter im Titelrennen.

Zweiter gegen Erster, acht Punkte Abstand in der Tabelle, Vorentscheidung um die Meisterschaft – das Saarderby an diesem Samstag um 14 Uhr (live im SR) in der Fußball-Regionalliga Südwest zwischen der SV Elversberg und dem 1. FC Saarbrücken elektrisiert wie selten zuvor – zumal der FCS mit der DFB-Pokal-Sensation gegen den Bundesligisten 1. FC Köln (3:2) eine Euphorie losgelöst hat und in der Liga kaum mehr zu stoppen scheint.

Den Spielern der SV Elversberg scheint das relativ egal zu sein. „Wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Tabelle gerade überhaupt nicht. Ich will das jetzt alles mal erleben. Es ist mein erstes Saarderby, und ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt“, sagt Robin Fellhauer. Der 21-Jährige wechselte erst im August vom SC Freiburg II nach Elversberg. Viele dachten, der beim FCS ausgebildete Fellhauer sei eine Ergänzung und nur im Kader, um die U23-Regelung zu erfüllen. Doch weit gefehlt: Trainerstab und Mitspieler attestieren dem Defensivspieler großes Engagement und starke Leistungen im Training.

Beim 2:1-Sieg der SVE in der vergangenen Woche in Mainz wurde Fellhauer nach der Pause eingewechselt und räumte in der Defensive beinhart Ball und Gegenspieler weg. „Ich finde es toll, dass der Trainer mir das Vertrauen gibt. Ich versuche, etwas zurückzugeben“, sagt Fellhauer, der gegen den FCS durchaus Chancen hat, von Beginn an zu spielen. Mit Mike Eglseder und Oliver Oschkenat sind zwei Innenverteidiger angeschlagen. „Wir warten das Abschlusstraining ab. Ich hätte aber überhaupt keine Probleme damit, Robin von Beginn an spielen zu lassen“, sagt Trainer Horst Steffen.

In der Offensive muss der 50-Jährige weiter auf Israel Suero verzichten. Suero musste am Donnerstag das Training wegen einer Knöchelverletzung erneut abbrechen. Für ihn wird womöglich wie in Mainz Mirza Mustafic spielen. Dass der FCS noch das Pokalspiel unter der Woche hatte, „spielt überhaupt keine Rolle“, sagt SVE-Trainer Steffen: „Das Spiel war am Dienstag. Alle Saarbrücker werden bis Samstag regeneriert sein. Zudem hat der FCS einen breiten und starken Kader.“

Beide Mannschaften haben in der Liga derzeit einen richtigen Lauf und eilen von Sieg zu Sieg. Eine klare Prognose mag selbst „Mister Saarderby“ Lukas Kohler nicht abgeben. Für den Außenverteidiger der SVE ist es bereits das 20. Derby zwischen der SVE und dem FCS. „In dem Spiel geht es wieder um Kleinigkeiten und ein bisschen um Glück“, sagt der 32-Jährige, dem die Tabellensituation ebenfalls egal ist. „Egal wie das Spiel ausgeht, es wird am Samstag noch nichts entschieden“, sagt Kohler.

In der vergangenen Saison ging ein wildes Derby zwischen beiden Teams in Elversberg mit 4:3 für die SVE aus. „Gegen noch so ein tolles Spiel hätte ich nichts einzuwenden“, sagt Steffen und grinst. Er und sein Team werden alles für ein torreiches Spiel tun. Die SVE hat die beste Offensive der Liga und kann im Prinzip nur offensiv. Mit welcher Perfektion der 1. FC Saarbrücken aber gegen offensive Mannschaften kontern kann, hat man gegen den Bundesligisten Köln gesehen, der phasenweise überrumpelt wurde. „Ich bin auch mal gespannt, was das am Samstag wird – und wie es ausgeht“, sagt Steffen grinsend.

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