| 20:32 Uhr

Fußball-Regionalliga Südwest
Bestes Spiel seit dem Trainerwechsel

Aldin Skenderovic überzeugte in der Innenverteidigung.
Aldin Skenderovic überzeugte in der Innenverteidigung. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Die SV Elversberg siegt in Worms, Aldin Skenderovic glänzt in der Innenverteidigung. Von Heiko Lehmann

Fast eine Woche lang überlegte der Trainerstab des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg, wer die zweite Innenverteidiger-Position neben Kapitän Leandro Grech übernehmen könnte. Mit Mike Eglseder, Oliver Stang und Marco Kofler sind gleich drei zentrale Abwehrspieler langzeitverletzt. Die Wahl fiel schließlich auf Aldin Skenderovic, der eigentlich Mittelfeldspieler ist und am vergangenen Freitag in Worms erst zu seinem zweiten Saisoneinsatz kam.


Und dann das: Der 21-jährige Luxemburger spielte fehlerfrei, robust, zweikampfstark und entschärfte durch seine Schnelligkeit viele Wormser Konter im Ansatz. „Ich hätte diese Position auch schon vor ein paar Monaten spielen können. Bei der U21 in Luxemburg bin ich Innenverteidiger“, sagte Skenderovic nach dem überzeugenden 2:0-Sieg. Trainer Horst Steffen wollte keinen Einzelnen hervorheben und sagte: „Das war heute von allen stark, vielleicht das beste Spiel, seit ich hier bin. In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch verteidigt, da hätte ich mir mehr nach vorne gewünscht.“

Vor 730 Zuschauer lief die SVE der Wormatia mit deutlichem Einsatz und großer Laufbereitschaft von Beginn an den Rang ab. Sieben Torchancen hatten die Elversberger in der ersten Halbzeit. Eine davon verwandelte Manuel Feil zum 1:0. Vom Strafraumeck verwandelte der 24-Jährige einen Freistoß direkt und schoss die SVE mit seinem dritten Saisontor mit 1:0 in Führung (22.). „Wir haben die Freistöße im Abschlusstraining trainiert. Entweder kommt noch ein Spieler dran – oder der Ball segelt ins lange Eck. Der hat genau gepasst“, sagte Feil.



Ein Kritikpunkt war aber wie so oft die Chancenverwertung. Kevin Koffi und Julius Perstaller hatten je zwei Hochkaräter auf dem Fuß, scheiterten aber an Wormatia-Schlussmann Chris Keilmann. „Man darf nicht vergessen, dass wir vorne auch sehr viel für die Mannschaft laufen. Es kann nun mal nicht jeder Ball reingehen, aber es wird immer besser“, sagte Koffi, der in der 50. Minute für das 2:0 zuständig war. Es war die Entscheidung in einer einseitigen Partie, in der die Wormser gegen Spielende zwar in Richtung des SVE-Tores drängten, aber kaum durch die starke Defensive kamen.

Somit scheint die SVE für das letzte Spiel vor der Winterpause am Freitag um 19 Uhr gegen den FC Homburg gerüstet zu sein. „Es hat heute richtig Spaß gemacht, und das wollen wir jetzt genießen. Mit Homburg beschäftigen wir uns ab Montag“, sagte Außenverteidiger Lukas Kohler. Nach vier Wochen unter Steffen ist die Handschrift des Trainers deutlich zu erkennen. Neben der richtigen Einstellung hat auch das schnelle und direkte Kurzpassspiel wieder Einzug gehalten.