SV Auersmacher besiegt in Saarlandliga im Fußball den SV Mettlach

Saarlandliga : Aufatmen beim SV Auersmacher

Der SV Auersmacher hat den ersten Sieg in der Fußball-Saarlandliga eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Jan Berger bezwang den SV Mettlach mit 2:1. Patrick Jantzen erzielte das Siegtor.

Es war kurz vor 21 Uhr, da konnte man die Steine fast purzeln hören, die den Spielern des SV Auersmacher nach dem 2:1 (0:1)-Heimsieg in der Saarlandliga gegen den SV Mettlach vom Herzen fielen. Auersmacher war mit einer 2:5-Niederlage beim FV Schwalbach in die Saison gestartet. Das hatte für Staunen im Saarland gesorgt, schließlich hatte der neue Trainer Jan Berger zuvor gesagt: „Wir treten an, um ganz vorne dabei zu sein. Wir wollen Meister werden.“ Nach der Partie gegen Mettlach erklärte der 38-Jährige: „Das habe ich so zwar gesagt. Ich habe aber auch gesagt, dass für uns die Welt nicht untergeht, wenn wir Fünfter werden.“

Die Welt wäre in Auersmacher sicher auch bei einer Niederlage gegen Mettlach nicht untergegangen, trotzdem war die Erleichterung riesig, als vor etwa 150 Zuschauern der Erfolg gegen den Tabellenfünften der Vorsaison eingetütet war. „Ich denke, man hat uns allen angemerkt, dass wir die Niederlage in Schwalbach noch in den Knochen hatten. So ein Ergebnis steckt man nicht binnen drei Tagen weg“, analysierte Berger. Vor allem in der ersten Halbzeit war bei seiner Elf gegen defensiv sicher stehende Gäste viel Sand im Getriebe – und sie kassierte in der 41. Minute das 0:1. Simon Engeldingers flache Hereingabe landete in der Mitte bei Felix Klemmer, der abgezockt einschob.

Die Gastgeber konnten sich nach dem Seitenwechsel steigern und prompt den Ausgleich erzielen. Der Treffer zum 1:1 in der 50. Minute war sehenswert. Philipp Wunn schlug einen Diagonalball in den Lauf des rechts in den Strafraum gestarteten Nils Cuccu. Dieser nahm den Ball volley. Der Aufsetzer war unhaltbar für Gäste-Torwart Damir Becker.

Dieses Tor schien einen Knoten zu lösen. Denn nun übernahmen die Gastgeber die Spielkontrolle. Zum Ärger von Mettlachs Trainer Holger Klein. „In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft das gut gemacht und Auersmacher nicht zur Entfaltung kommen lassen. Danach haben wir allerdings nur noch reagiert. Wir haben nur noch lange Bälle geschlagen und hatten dadurch keine Entlastung mehr“, monierte der 36-Jährige. Kurz nach dem 1:1 hatten die Anhänger des SV Auersmacher bei Freistößen zwei Mal den Torschrei auf den Lippen. In der 52. Minute flog ein Schuss von Sascha Schumacher knapp über den Winkel. Fünf Minuten danach holte Torwart Damir Becker den Schuss von Yannik Hoffmann aus dem Winkel.

Das Glück schien am Mittwochabend auf Mettlacher Seite. Aber dies änderte sich in den letzten zehn Minuten. Da wurde die Partie insbesondere für die Brüder Damir und Daniel Becker auf Seiten des SV Mettlach bitter: In der 81. Minute unterlief dem aus der eigenen Jugend gekommene Daniel, der zuvor in seiner ersten Saarlandliga-Begegnung in der Innenverteidigung eine starke Partie gezeigt hatte, ein folgenschweres Missgeschick: Cuccu und Patrick Jantzen setzten den 18-Jährigen unter Druck. Dieser vertändelte 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball. Jantzen lief alleine auf das Tor zu und überlupfte den herauseilenden Schlussmann Damir Becker – der 2:1-Siegtreffer.

Kurz danach war für Damir Becker die Partie beendet. Nachdem der 23-Jährige in höchster Not vor Cuccu geklärt hatte, traf der Franzose den Torhüter am Fuß. Damir Becker musste mit Verdacht auf einen Bänderriss ausgewechselt werden. „Das sah nicht gut aus. Der Knöchel ist direkt ganz dick geworden“ erklärte Klein. Für den Torwart wurde Yannick Schuler eingewechselt. Nicht nur für Becker, sondern auch für Mettlachs Co-Spielertrainer Patrick Heinz endete die Begegnung vor dem Abpfiff. Der Routinier sah in der Nachspielzeit wegen Reklamierens Gelb-Rot.

Der SV Auersmacher ist am Sonntag um 15 Uhr beim TuS Herrensohr zu Gast, der sich am Mittwoch noch einmal verstärkt hat: Die Mannschaft von Trainer Bernd Eichmann verpflichtete Abwehrspieler Simon Ikas von Oberligist FC Hertha Wiesbach.