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Susanne Hahn fährt nach Berlin

Düsseldorf. Eine Woche nach dem Triumph von Irina Mikitenko beim London-Marathon hat auch Susanne Hahn in flottem Tempo Weltmeisterschafts-Kurs Richtung Berlin aufgenommen. Beim Düsseldorf-Marathon unterbot die Saarbrückerin in der persönlichen Bestzeit von 2:29,26 Stunden klar die Norm (2:32,00) für die Heim-Weltmeisterschaften im August Von SZ-Redakteur Michael Kipp

Düsseldorf. Eine Woche nach dem Triumph von Irina Mikitenko beim London-Marathon hat auch Susanne Hahn in flottem Tempo Weltmeisterschafts-Kurs Richtung Berlin aufgenommen. Beim Düsseldorf-Marathon unterbot die Saarbrückerin in der persönlichen Bestzeit von 2:29,26 Stunden klar die Norm (2:32,00) für die Heim-Weltmeisterschaften im August. 13,5 Grad, trocken, nur wenig Wind - bei nahezu optimalen Bedingungen gingen die rund 10 000 Teilnehmer auf die flache und somit schnelle Strecke, die sich vor allem für Hahn zunächst als perfekt erwies. Die 31-Jährige legte vor 400 000 Zuschauern einen Solo-Auftritt hin, landete am Ende mit mehr als 13 Minuten Vorsprung vor der Erfurterin Melanie Schulz auf dem ersten Platz. Auf Platz drei lief Sonja Oberem (Düsseldorf). Pech hatte Hahns Konkurrentin und Vorjahressiegerin Melanie Kraus aus Leverkusen, die sich beim Aufwärmen vor dem Start eine Oberschenkelzerrung zuzog. Und auch Claudia Dreher (Burg Ihle), die ebenfalls zum Kreis der WM-Kandidaten gehört, musste mit einer Fußverletzung aufgeben. "Die Strecke war zwar eine schnelle", sagt Hahn, "aber als ich von den Ausfällen hörte, dachte ich nur noch daran, durchzukommen." Und damit hatte sie Probleme. "Vor allem die letzten zehn Kilometer zogen sich", erklärt die Läuferin des SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken, "vielleicht war es der kalte Wind, der meinen Oberschenkeln etwas zusetzte. Ich war froh, als ich im Ziel war." Dennoch: Ihren Saarlandrekord verbesserte sie um sieben Sekunden. "Ein bisschen schneller hätte es ruhig noch sein können", meinte die Olympia-52. Bei den Männern siegte David Langat aus Kenia, der eigentlich nur als "Hase" verpflichtet worden war, in 2:10,46. Hinter Langat und seinem favorisierten Landsmann Wilfred Kigen kam André Pollmächer auf Platz drei. "Ein bisschen schneller hätte es ruhig noch sein können."Susanne Hahn nach ihrer persönlichen Bestzeit