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Fußball-WM
Suarez und Co. entzaubern Russen

Samara/Wolgograd. Uruguay hat sich durch einen Sieg gegen den schon fürs Achtelfinale qualifizierten WM-Gastgeber Russland den Sieg in der Gruppe A gesichert. Die Südamerikaner setzten sich am gestrigen Montag in Samara mit 3:0 (2:0) gegen die Sbornaja durch und erreichten mit drei Siegen und ohne Gegentor ebenfalls das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

Luis Suárez (10. Minute), Denis Tscheryschew mit einem Eigentor (28.) und Edinson Cavani (90.) sorgten für die Treffer. Die Russen verloren zudem Igor Smolnikow in der 36. Minute aufgrund einer Gelb-Roten Karte und mussten lange zu zehnt spielen.


Uruguay muss nach der Vorrunde wohl kaum einen Gegner fürchten. Im Schatten der Russen, denen die Schlagzeilen der ersten WM-Wochen gehörten, spielten sich die unangenehmen Südamerikaner mit drei Siegen ohne ein einziges Gegentor in den erweiterten Favoritenkreis. Taktisch sind sie von Oscar Tabarez, mit 71 Jahren der älteste Trainer im Turnier, hervorragend eingestellt – und vorne nähert sich zumindest Suarez seiner Top-Form. Der Angreifer des FC Barcelona erzielte sein insgesamt siebtes WM-Tor.

Steigerungspotenzial besitzt indes trotz seines Treffers Cavani. Der Star des französischen Meisters Paris St. Germain fand auch gegen Russland wenig Bindung zum Spiel. Bei den 1:0-Siegen gegen Ägypten und Saudi-Arabien enttäuschte Cavani, Uruguay wartet weiter auf eine Leistungsexplosion des Torjägers.



Im sportlich bedeutungslosen Parallelspiel setzte sich Saudi-Arabien mit 2:1 (1:1) gegen Ägypten durch. Stürmerstar Mohamed Salah vom FC Liverpool hatte die Ägypter mit seinem ersten WM-Treffer in Führung geschossen (22.). Vier Minuten vor der Pause parierte der 45 Jahre alte ägyptische Torwart Essam Al-Hadari einen Handelfmeter (41.). Der älteste je in einer WM-Partie eingesetzte Spieler war kurz darauf bei einem umstrittenen Foulelfmeter von Salman Al-Faradsch (45.+6) machtlos. Für den Siegtreffer sorgte Salem Al-Dawsari (90.+5).