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Stürmische Zeiten beim FCS

Stürmische Zeiten beim FCS

Saarbrücken. "Den ersten Tag der Vorbereitung haben wir schon hinter uns", scherzte Stephan Sieger, Kapitän von Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken, gestern nach dem Nachmittagstraining, bei dem Spielern und Trainerstab ein heftiger, eisiger Wind entgegen blies. Gut 40 Fans vermissten bei der ersten Einheit des Jahres fünf ihrer Lieblinge

Saarbrücken. "Den ersten Tag der Vorbereitung haben wir schon hinter uns", scherzte Stephan Sieger, Kapitän von Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken, gestern nach dem Nachmittagstraining, bei dem Spielern und Trainerstab ein heftiger, eisiger Wind entgegen blies. Gut 40 Fans vermissten bei der ersten Einheit des Jahres fünf ihrer Lieblinge. Während die Rückkehr von Markus Fuchs (Schambeinentzündung) offen ist, soll Enver Marina (Reha wegen Leistenproblemen) am Freitag zur Mannschaft stoßen. Ebenfalls mit Reha-Maßnahmen beschäftigt ist Giuseppe Pisano. Der Stürmer wird Mitte des Monats zurück erwartet. Moustapha Salifou ist wegen eines Trauerfalls in der Familie bis Montag beurlaubt. Ufuk Özbek fehlte wegen Magen-Darm-Infektes. Testspieler waren auch keine da.Bereits am Vormittag hatte für die FCS-Spieler zur Standortbestimmung an der Sportschule in Saarbrücken der so genannte Laktattest angestanden. "Das fängt immer ganz langsam an, steigert sich aber bis Stufe fünf ganz ordentlich", erklärte Christian Eggert. Bei Stufe sechs ist dann ein Durchschnittstempo von 18 Kilometern pro Stunde angesagt. Neben Yannick Bach und Abdul Kizmaz zeigte vor allem auch Tim Kruse "Tempohärte" nach den Festtagen. "Wenn nichts geht, Laufen geht immer", sagte er lachend und gestand: "Mir fällt es schon schwer, mich alleine zum Laufen zu motivieren. Darum habe ich auch nicht mehr gemacht, als auf dem Trainingsplan stand."

Trainer Jürgen Luginger hatte seinen Spielern Hausaufgaben mit in den 13 Tage langen Urlaub gegeben. "Ich sollte jeden zweiten Tag laufen", erzählte Marius Laux, der vom "Kicker"-Sportmagazin zu einer der Top-Verpflichtungen der 3. Liga gewählt wurde: "Abwechselnd einmal 50 Minuten lang bei einem Puls bis 160 und dann 45 Minuten bei Puls 170." Trotz Skiurlaub in Südtirol konnte er sein Programm komplett abspulen. Markus Pazurek dagegen fehlt der ein oder andere Laufkilometer, weshalb er sich über Weihnachten - aber auch gezwungenermaßen - beim Essen zurückhalten musste. "Ich hatte eine Kieferoperation", erzählt Pazurek, "es musste ein Stück Knochen entfernt werden. Damit die Nähte nicht platzen, durfte ich einige Tage nicht trainieren. Und Essen ging auch nicht - ich konnte ja nicht zubeißen". Wie sehr die Spieler in der Vorbereitung beißen müssen, hängt auch von den Ergebnissen des Laktattests ab. Der erste Eindruck war positiv. "Das sind alles Profis", stellte Luginger fest: "Da kommt keiner mit Übergewicht aus dem Urlaub." Daran dürfte die Pizza nichts ändern, die Laux bezahlen muss. Er schoss das erste Tor der Vorbereitung und muss deshalb die Kollegen zum Essen einladen.

saarbruecker-zeitung.de/fcs