| 21:06 Uhr

1. FC Saarbrücken
Lottner muss in Trickkiste greifen

Heute geht es wieder hinauf in das auf einem Hügel gelegene Sportzentrum Haarwasen im Ortsteil Haiger (Anstoß 19 Uhr).
Heute geht es wieder hinauf in das auf einem Hügel gelegene Sportzentrum Haarwasen im Ortsteil Haiger (Anstoß 19 Uhr). FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. 1. FC Saarbrücken tritt heute beim TSV Steinbach an – aber mit welchem Stürmer? Von Patric Cordier

7:1 – mit diesem Ergebnis gewann Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken im Mai sein letztes Gastspiel beim TSV Steinbach, heizte damit die Euphorie und Vorfreude auf die anstehenden Aufstiegsspiele gegen den TSV 1860 München kräftig an. Umso tiefer war die Enttäuschung nach dem Scheitern auf Giesings Höhen.


Heute geht es wieder hinauf in das auf einem Hügel gelegene Sportzentrum Haarwasen im Ortsteil Haiger (Anstoß 19 Uhr). Von den Torschützen aus dem Mai sind nur noch Marco Holz (damals vier Treffer) und Oliver Oschkenat dabei. Kevin Behrens hat den FCS mittlerweile verlassen, Martin Dausch ist wie die aktuellen Stürmer José Pierre Vunguidica, Marcel Carl und Sebastian Jacob verletzt. Und da der FCS bislang mit seiner Stürmersuche nichts vermeldet hat, muss Trainer Dirk Lottner heute in die Trickkiste greifen. „Ich habe in der E-Jugend mal Mittelstürmer gespielt – aber in einer Qualität, die wir nicht ernsthaft dirkutieren müssen“, schloss FCS-Torwart Daniel Batz spaßeshalber einen Einsatz im Angriff für sich aus, „Steinbach wird ein erster Gradmesser für uns. Wir müssen alle defensiv denken, vorne werden wir unsere Chance bekommen.“

Doch wer wird vorne die Chance bekommen, von Beginn an zu spielen? „Wir haben Gillian Jurcher, wir haben Markus Obernosterer, oder wir können Tobias Jänicke nach vorne ziehen – der hat das auch schon gespielt. Es wäre jetzt aber falsch, Steinbach schon unsere Ideen zu verraten“, sagte Lottner, „klar ist: Es wird natürlich kein Mittelstürmer im klassischen Sinn da sein.“



Sportdirektor Marcus Mann ist es unterdessen leid, täglich Namen bei der Stürmersuche zu kommentieren. „Wir sind den Markt durchgegangen, es liegt nicht in unserer Hand“, sagt Mann, „wenn wir einen holen, muss er etwas haben, was die anderen nicht können, wenn sie zurückkehren.“ Carl, Jacob und auch Mittelfeldmann Fatih Köksal haben mittlerweile das Individualtraining auf dem Platz wieder aufgenommen.

Während der FCS am Wochenende pausieren durfte, tankten die Gastgeber durchaus Selbstvertrauen. Im DFB-Pokal unterlag man dem Bundesligisten FC Augsburg nur knapp mit 1:2. „Sie werden mit sehr viel Euphorie kommen“, mutmaßt Lottner, „Steinbach ist eine Mannschaft mit sehr viel Erfahrung. Sie haben an Tempo dazugewonnen. Das ist eine richtig abgeklärte Truppe.“ Gegen deren oft körperbetonte Spielweise sich der FCS in der Vergangenheit oft schwer getan hat.

„Der Sturm gewinnt Spiele“, heißt eine alte Fußball-Weisheit, „die Abwehr gewinnt Meisterschaften.“ Ein Sieg gegen Steinbach würde diese These stützen – vor allem, wenn er diesmal nicht mit 7:1 ausfällt. „Das Spiel wird auf jeden Fall ein Orientierungspunkt“, sagt Lottner, „Steinbach ist einer unserer direkten Konkurrenten um Platz eins.“