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Streit um Rasen im Ludwigspark geht weiter, 1. FC Saarbrücken gegen Unterhaching

Baustellen-Chef Welker legt nach : Weiter Streit um Rasen im Ludwigspark

Baustellenchef Welker legt gegen Gartenbaufirma nach. Spielfläche wird belüftet.

Es wird ein Spitzenspiel im Ludwigspark: Am Sonntag um 13 Uhr trifft Drittliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken auf den Zweiten SpVgg. Unterhaching, der mit einem Spiel mehr einen Platz vor den bärenstark gestarteten Saarländern steht. Nicht so Spitze ist dagegen der Zustand der Spielfläche – sie, vor allem aber ihre Erstellung und die nichterfolgte Bezahlung beschäftigen demnächst Gerichte (wir berichteten).

„Wir können nicht immer Stoßgebete zum Himmel schicken, dass es vor den Spielen nicht regnet“, sagt Bauleiter Martin Welker, der mit Fachfirmen und Experten versucht, dem Problem des nicht ablaufenden Wassers auf den Grund zu gehen: „Wir haben festgestellt, dass die sogenannte Sieblinie der Substratschicht und der Sand in Ordnung sind. Die Drainage wird noch mal verfilmt und gegebenenfalls gespült. Aber wir haben auch festgestellt, dass das Wasser garnicht bis zur Drainage versickert.“ Darum würden sich Pfützen bilden, und der Rasen könnte nicht richtig anwachsen und faulen.

Bei der Erstellung des Gefälles sei der Untergrund stark verdichtet worden. „Die notwendige Auflockerung, bevor der Rollrasen verlegt wurde, hat das beauftragte Unternehmen nicht durchgeführt“, gibt Welker der Firma Kempf die Schuld. Sie habe entgegen der Ausschreibung alte Rohre und Steuerleitungen benutzt. Kempf wiederum hat zwischenzeitlich die Stadt verklagt und die entstandenen Mängel der Bauleitung angelastet. „Die Klageschrift liegt uns nicht vor. Wir versuchen jetzt, die betroffenen Stellen nochmals zu aerifizieren – also belüften“, sagt Welker, „wir werden versuchen, den Rasen in dieser Spielzeit immer spielfähig zu halten.“ Ein Austausch kommt vorerst nicht in Frage. Bei fallenden Temperaturen wächst der Rasen ohnehin kaum mehr an.