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Strahlende Neuzugänge, Dresdner Chaoten

Strahlende Neuzugänge, Dresdner Chaoten

Kaiserslautern. Eitel Sonnenschein herrschte am Freitagabend rund um das Fritz-Walter-Stadion - zumindest aus sportlicher Sicht. 3:0 gewann Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden

Kaiserslautern. Eitel Sonnenschein herrschte am Freitagabend rund um das Fritz-Walter-Stadion - zumindest aus sportlicher Sicht. 3:0 gewann Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden. Für den negativen Aspekt sorgten einige der 4000 angereisten Dresdener, die nach dem Spiel mit Frust Richtung Stadt zogen: Sie griffen auf dem Messeplatz Polizisten an, beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von 70 000 Euro. Zwei Insassen wurden verletzt. Schon vor Anpfiff fackelten einige Gästefans Bengalos im Stadion ab. "Ich schäme mich", sagte daher Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller.

Auf Seiten des Tabellendritten strahlten insbesondere zwei Winter-Neuzugänge. Erwin Hoffer, der von Eintracht Frankfurt zurückkehrte und für den 3:0-Endstand sorgte (80. Minute), sowie Markus Karl, der sich für den FCK zu einem echten Glücksgriff entwickelt. Der von Union Berlin gekommene 26-Jährige machte auf der Sechser-Position neben Benjamin Köhler erneut ein starkes Spiel und ebnete mit seinem 25-Meter-Knaller zum 1:0 (23.) den Weg zum Sieg. "Ich glaube, das war mein erstes Weitschusstor überhaupt in der 2. Liga. Auf dem Platz kann man das gar nicht richtig genießen", sagte Karl.

Doch trotz des klaren Erfolges war nicht alles Gold, was glänzte. "Wir haben 15 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Das Tor fiel dann natürlich zum richtigen Zeitpunkt. Man hat aber gesehen, dass es noch viel zu tun gibt", mahnte FCK-Trainer Franco Foda.

In der Tat war im Spiel seiner Elf viel Leerlauf angesagt. Bis auf die Phasen nach dem Führungstreffer und gegen Ende der Partie hatte das Foda-Team auf dem rutschigen Geläuf wenig zu bieten, um die Dynamo-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. "Es ist bitter, so ein Spiel 0:3 zu verlieren. Wir waren nicht viel schlechter als Kaiserslautern", meinte Dresdens Trainer Peter Pacult. Im Gegensatz zu seiner Mannschaft kreierten die Pfälzer allerdings wenigstens Tormöglichkeiten. Die Sachsen kamen gegen die vom guten Marc Torrejon organisierte FCK-Abwehr während 90 Minuten zu keiner Großchance.

Hinten stand der FCK sicher, vorne mangelte es an Ideen. Albert Bunjaku ließ sich als hängende Spitze oft ins Mittelfeld fallen und fehlte damit als Anspielstation im Sturmzentrum. Dort tappte Mohamadou Idrissou ein ums andere Mal ins Abseits, wirkte ansonsten aber nicht spritzig.

Auf den Außenbahnen wechselten sich Licht und Schatten ab. Während Mitchell Weiser auf rechts wegen vieler Ballverluste eher den Schatten symbolisierte, war Alexander Baumjohann auf links für die helleren Momente zuständig. Obwohl auch er sich Auszeiten nahm, deutete Baumjohann mehrmals seine Klasse an und bereitete die ersten beiden Treffer vor. Insbesondere die Vorlage zum 2:0 durch Idrissou war zum Zungeschnalzen. hej

"Man hat aber gesehen, dass es noch viel zu tun gibt."

FCK-Trainer

Franco Foda