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BVB wieder erfolgreich
Stöger sorgt für einen Klimawandel

Mit Peter Stöger kehrt beim BVB das Lachen zurück.
Mit Peter Stöger kehrt beim BVB das Lachen zurück. FOTO: dpa / Ina Fassbender
Dortmund. Dortmund feiert gegen Hoffenheim zweiten Sieg mit dem neuen Trainer. Der 2:1-Erfolg war aber glücklich.

Neuer Trainer, neues Glück – Borussia Dortmunds Treffer in letzter Minute zum 2:1-Duselsieg über 1899 Hoffenheim versetzte selbst den zuvor sehr ruhigen Peter Stöger in Euphorie. Arm in Arm mit Sportdirektor Michael Zorc bejubelte der Österreicher die späte Wende. Zwei Siege binnen vier Tagen sorgten beim lange Wochen wankenden Fußball-Bundesligisten für einen Klimawandel. Mit der guten Stimmung kehrte der Glaube an die eigene Stärke zurück. „Wenn wir uns konsolidieren, wenn wir an ein paar Dingen arbeiten, werden wir im Frühjahr eine richtig gute Mannschaft sein“, kommentierte Stöger voller Hoffnung.


Der erste Heimsieg seit dem 23. September vertrieb auch bei den Fans den Frust der vergangenen Wochen. Doch das 2:1 (0:1) über Hoffenheim taugte nur bedingt als Mutmacher für das DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch beim FC Bayern München (20.45 Uhr/ARD).

Nach dem Elfmetertreffer von Pierre-Emerick Aubameyang (63. Minute), der die Führung durch Mark-Alexander Uth (21.) ausglich, schienen die Hoffenheimer auf gutem Weg zum Sieg, wurden aber für ihren leichtfertigen Umgang mit Torchancen bestraft. Inspiriert durch seine Wahl zum US-Fußballer des Jahres traf Christian Pulisic (89.) zum schmeichelhaften BVB-Sieg. „Dieses Spiel muss man nicht unbedingt gewinnen“, gestand Stöger, bescheinigte seinen Profis aber Moral. „Die Mannschaft ist bereit, alles reinzuwerfen, was sie derzeit zur Verfügung hat.“



In zwei Spielen auf der Dortmunder Bank sammelte Stöger doppelt so viele Punkte wie zuvor in den 14 Saisonpartien mit dem 1. FC Köln. Eine plausible Erklärung für die zumindest in kämpferischer Hinsicht erkennbaren BVB-Fortschritte fand der Bosz-Nachfolger jedoch nicht. Auf die Frage, wie er der zuvor mitunter leblosen Mannschaft zu mehr Engagement verholfen habe, antwortete Stöger bescheiden: „Ich hab’ gar nichts gemacht. Es war ja wenig Zeit. So wahnsinnig viele Dinge haben wir gar nicht verändert.“ Beim Thema eines möglichen Wechsels von Hoffenheims Trainer Jan Nagelsmann nach Dortmund waren am Samstag indes alle Seiten bemüht, die Wogen zu glätten.

Der BVB hat laut Medien-Infos den Vertrag mit Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang schon vor einiger Zeit heimlich um ein Jahr bis 2021 verlängert. Die Verlängerung des Kontrakts soll mit einer Gehaltserhöhung einhergegangen sein.