Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Stimmungswechsel beim Favoriten

Boston. Anfangs Euphorie, jetzt Skepsis: Olympia ist für Boston keine Herzensangelegenheit und für die Macher kein Selbstläufer mehr. Im Duell mit Hamburg und anderen Bewerbern will der US-Kandidat nun die Bürger ins Boot holen. Agentur

Boston hat auf die wachsende Skepsis seiner Bürger reagiert und eine neue Strategie im Rennen um die Olympischen Spiele 2024 verkündet. "Lasst die Wähler wählen", sagte John Fish, Präsident des privaten Bewerbungskomitees "Boston2024" am Dienstag. Soll heißen, es gibt ein Referendum - nicht nur in der Stadt, sondern im gesamten Bundesland Massachusetts.

Und Fish, der zunächst gegen eine solche Bürgerbefragung war, geht sogar noch einen Schritt weiter: "Wir wollen landesweit und in der Stadt eine Übereinstimmung. Wenn die Menschen in Massachusetts dafür sind, in Boston selbst aber dagegen, werden wir die Bewerbung nicht weiter vorantreiben." Die Abstimmung bei Hamburgs Mitstreiter soll am 8. November 2016 im Zusammenhang mit den US-Präsidentschafts-Wahlen erfolgen.

Dieses Umdenken war nötig geworden, nachdem eine Umfrage am Freitag zeigte, dass nur noch 36 Prozent der Menschen für das Großereignis sind. Die Zahl der Gegner ist indes auf 52 Prozent gestiegen. Das Nationale Olympische Komitee der USA (USOC) muss die Bewerberstadt bis zum 15. September beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) melden.

Trotz der jüngsten Nackenschläge bleibt "Boston2024"-Geschäftsführer Richard Davey optimistisch: "Wenn wir in den nächsten zwei Jahren unsere Jobs machen, werden wir die Mehrheit gewinnen", sagte Davey. Mit einem Zehn-Punkte-Plan, veröffentlicht in ganzseitigen Anzeigen im "Globe" und "Boston Herald", hatte man am Montag um das Vertrauen der Bürger geworben. Versprechen ans Volk wurden verknüpft mit Forderungen an die Politik.

So sollen die zu erwartenden Sicherheitskosten von einer Milliarde Dollar von der US-Regierung abgedeckt werden. Desweiteren sollen im Zuge Olympias auch neue Jobs und erschwinglicher Wohnraum entstehen. Ein Geflecht von Versicherungen soll die 600 000-Einwohner-Stadt und den Bundesstaat vor finanziellen Risiken bewahren.