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Stieglitz beendet das „beste Jahr“ seiner Karriere mit glanzlosem Sieg

Stieglitz beendet das „beste Jahr“ seiner Karriere mit glanzlosem Sieg

Den besten Eindruck hinterließ Isaac Ekpo mit seinen geschmeidigen Tanzeinlagen beim musikalisch untermalten Einmarsch zum Ring in der Leipziger Messehalle. Die folgenden zwölf WM-Runden gegen den alten und neuen Supermittelgewichts-Weltmeister Robert Stieglitz waren karge Boxkunst.

Nach dem einstimmigen Punktsieg für den Titelverteidiger aus Magdeburg mit zweimal 118:110 und 119:109-Richterstimmen spendierten rund 5000 Zuschauer spärlichen Beifall.

"Das war nicht mein bester Kampf - aber Hauptsache, ich habe meinen Titel verteidigt", meinte Stieglitz nach dem Duell in der Nacht zum Sonntag treffend. Von den großspurigen Ankündigungen des Afrikameisters Ekpo ("Ich bin eine Granate") blieb in der Realität nichts übrig. Der Titelverteidiger hatte wenigstens ein paar Mal die klareren Treffer und in Runde vier, acht und neun seine besten Momente. Mit dem einstimmigen Punktsieg schloss er das "beste Jahr" seiner Karriere mit drei gewonnenen WM-Kämpfen ab.

Jetzt könnte mal wieder ein Kampf gegen den Berliner Arthur Abraham auf dem Programm stehen. Es wäre die dritte Auflage und wohl so etwas wie ein Zuschauer-Magnet. Allerdings muss der unberechenbare Abraham am kommenden Wochenende in Oldenburg mit dem Italiener Giovanni De Carolis noch eine Hürde aus dem Weg räumen.