Steckt sie in den Kerker doch

Steckt sie in den Kerker doch

Da steht er nun, der dumme Tor. Und ist so klug als wie zuvor; heißt Hooligan oder einfach Depp und zieht schon zu viele Jahre herauf, herab und quer und krumm den Fußball an der Nase herum - wir sehen, dass wir ihn nicht verbannen können. Das will mir schier das Herz verbrennen.

Er ist nicht gescheiter als all die Affen, als die Isis und die pädophilen Pfaffen; ihn plagen keine Skrupel noch Zweifel, er fürchtet sich weder vor Hölle noch Teufel - dafür ist mir auch alle Freud entrissen, und er bildet sich ein, was Rechts zu wissen. Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren, die Menschen zu bessern und zu bekehren. Auch hab ich weder Gut noch Geld, noch Ehr und Herrlichkeit der Welt, möchte aber nicht, dass diese Hunde mit mir den Fußball lieben. Drum werde ich mich nicht nach Marseille begeben, dort würde mir weder durch Geistes Kraft noch durch einen Mund ein weiteres Geheimnis kund. Dass ich nicht mehr mit saurem Schweiß, ihm zu sagen brauche, was er eh nie weiß. Er wird nie erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Nicht der Wodka und Frischbierkram, sondern Liebe, ihr Fetzenschädel. Steckt sie in den Kerker doch, in ein dumpfes Mauerloch. Wo selbst das liebe Himmelslicht trüb durch gemalte Scheiben bricht, und er nur Wasser zum Trinken kriegt.