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Pferdesport
Starke Jockeys, nur Pecheur fehlt

Werner
Schmeer fiebert dem Renntag am Sonntag entgegen.
Werner Schmeer fiebert dem Renntag am Sonntag entgegen. FOTO: BECKER&BREDEL / bub
Saarbrücken. Rennclub Saarbrücken freut sich auf stark besetzten Renntag am Pfingstsonntag in Güdingen. Von Jonas Grethel

Vor 20 Jahren, am Pfingstsonntag 1998, richtete der Rennclub Saarbrücken erstmalig seinen Renntag auf der Güdinger Pferderennbahn aus. Ein Jahrestag, ja – aber von einem Jubiläum will Ulli Heinz trotzdem nicht sprechen. „Man kann es einen runden Geburtstag nennen“, sagt der Vereinspräsident.


Die Verantwortlichen freuen sich bei der 20. Ausgabe an diesem Sonntag in Güdingen ganz besonders auf das mit 10 000 Euro am höchsten dotierte Hauptrennen. „Das Preisgeld zieht Jockeys aus ganz Deutschland an – von München bis Hannover“, erklärt Werner Schmeer, Vorsitzender des RC Saarbrücken: „Das zeigt die große Popularität des Renntags.“

Tatsächlich verspricht die Veranstaltung mit ihren insgesamt zehn Rennen Höhepunkte für Pferdesportliebhaber. Los geht es ab 14.15 Uhr mit einem Wertungsrennen für Nachwuchsjockeys über 1800 Meter, das „die jungen Sportler an den Rennalltag heranführen soll“, wie Heinz sagt. Danach folgen drei internationale Trabfahrten sowie insgesamt fünf Ausgleichsrennen, von denen das bedeutendste das Hauptrennen um 16.45 Uhr ist. Aber auch beim längsten Rennen des Tages, der Galoppfahrt über 2450 Meter eine Stunde vorher, oder dem Wertungslauf zur Sommermeisterschaft der Amateure um 17.15 Uhr werden sich einige der besten Jockeys Deutschlands messen.



Einen werden die Güdinger Zuschauer am Sonntag aber nicht zu Gesicht bekommen: Maxime Pecheur, zurzeit bester Saarländer und Führender im deutschen Championat. „Er ist gleichzeitig für ein Rennen in Berlin verpflichtet – das ist jetzt nun mal so, wir hätten ihn natürlich lieber hier gehabt“, sagt Werner Schmeer. Stattdessen haben sich André Best, der in seiner Karriere bereits an die 1000 Rennen gewonnen hat, oder Vorjahressieger Fabian Xaver Weißmeier angekündigt – zwei Favoriten auf den Sieg im Hauptrennen. Aus saarländischer Sicht heißen die prominentesten Teilnehmer Peter Neisius, der im Trab an den Start geht, und Lena Matthes, die ihren Freund Pecheur würdig zu vertreten versucht. „Wir können sehr stolz darauf sein, dass Jockeys dieser Klasse bei uns teilnehmen werden“, sagt Schmeer.

Auch das Rahmenprogramm soll wie immer Zuschauer anziehen. So gibt es auch am Sonntag die unverzichtbaren Pferdewetten inklusive Wettschule für Neueinsteiger, Springburg und Riesenrutsche für Kinder sowie Rennbahn-Führungen um 15.30 Uhr und 17 Uhr. Zu Ende soll die Veranstaltung nach dem zehnten Rennen gegen 19 Uhr sein, vorher wird noch das „schönste Pferd“ des Tages gekürt.