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Basketball
Standortbestimmung gegen Serbien

Frankfurt. Zwei Spiele für die deutschen Basketballer in der WM-Qualifikation.

Henrik Rödl schaut ganz genau hin. Der Basketball-Bundestrainer horcht feinfühlig in seine enorm belasteten Nationalspieler hinein. „Es waren jetzt sehr, sehr schwere Tage für viele Spieler“, sagt der 48-Jährige. Rödl muss die Vorbereitung auf das WM-Qualifikations-Duell gegen Serbien am morgigen Freitag in Frankfurt (19.30 Uhr/Telekom Sport) unter erschwerten Voraussetzungen angehen.


Leistungsträgern wie Danilo Barthel oder Maik Zirbes steckt das Pokal Top Four noch in den Knochen – so viel Auftrieb der Triumph von Bayern München ihnen auch geben mag. Und gegen den Vize-Europameister werden die beiden bulligen Athleten in Topform gebraucht. „Wir werden jetzt aufpassen, dass wir es richtig dosieren, dass die Jungs ihre Energie wiederfinden können“, sagt Bundestrainer Rödl.

Schon zwei Tage nach dem Serbien-Spiel müssen die deutschen Korbjäger in Tiflis gegen Georgien (16 Uhr) erneut ran. Dabei geht es für das DBB-Team um wichtige Punkte für die zweite Quali-Phase, die über die Teilnehmer an der WM in China 2019 entscheidet. Die bisherigen Partien gegen Georgien und Österreich haben sowohl Serbien als auch Deutschland gewonnen.



Die deutschen Korbjäger wollen den Aufwind nach der starken EM im vergangenen September nutzen. Immer mehr Profis schaffen den Sprung nach Übersee oder zu europäischen Topclubs. Neben Altstar Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) und Dennis Schröder (Atlanta Hawks) sorgen längst auch Paul Zipser (Chicago Bulls), Daniel Theis (Boston Celtics) und Maximilian Kleber (Dallas) in der NBA für Furore. Auch 2,08-Meter-Mann Barthel traut sich die NBA durchaus zu. „Das, was ich auf dem Court machen kann, kann ich auf jedem Niveau liefern“, sagt er. Gegen Serbien will Barthel den nächsten Beweis liefern.