St. Wendeler Marathon am Sonntag mit mehr als 1200 Starten

Marathon in St. Wendel : Nach den Läufern flitzen die Modellautos

Marathon in St. Wendel: Drei Lokalmatadore gehören zu den Sieg-Kandidaten. Schnell geht’s auch im Rahmenprogramm zu.

Mehr als 1200 Läufer werden an diesem Sonntag beim 13. Globus-Marathon in St. Wendel auf den Startschuss der jeweiligen Läufe warten. Anschließend gilt es, die Marathondistanz, den Halbmarathon, die Zehn-Kilometer-Distanz sowie den Kids-Marathon zu bewältigen.

Mit dem aus Schwarzenbach bei Nonnweiler stammenden Vorjahressieger Alexander Bock (2:38,39 Stunden), Tobias Blum (LC Rehlingen) und dem Tholeyer Sammy Schu (LTF Marpingen) ist die Langstrecke über 42,195 Kilometer in der Spitze auch aus regionaler Sicht gut besetzt.

Hauptsponsor Globus schickt mit Vaclav Boza und Jakob Votruba zwei Mitarbeiter und Top-Läufer aus Tschechien ins Rennen, die ebenfalls weit vorne erwartet werden. Insgesamt werden sogar 150 Läufer der Warenhauskette, darunter 20 aus Russland, am Start stehen.

Zum zweiten Mal führt die Laufroute vom Start in der Innenstadt über die Bahntrasse bis zum Wendepunkt am ehemaligen Bahnhof Bliesen, wo der örtliche Musikverein den Sportlern ein Ständchen spielen wird. Abschnitte in der Innenstadt mit lautem, motivierendem Publikum wechseln sich ab mit ruhigen Landstrecken. Diese einzigartige Charakteristik macht das besondere Ambiente des St. Wendeler Laufs aus.

Wenn alle Läufer dann ausgepumpt und abgekämpft den Zielstrich überquert haben, wird in Urweiler ab 13 Uhr bereits das nächste Rennen gestartet: Die Hauptstraße wird weiterhin für den Autoverkehr gesperrt bleiben, weil kleine Modellfahrzeuge über den Asphalt flitzen. „Die aufgebaute Rennbahn wird 200 Meter lang sein“, sagt Jens Schmitt, Abteilungsleiter der Sparte RC-Cars im TV St. Wendel.

 Die Stadt als Veranstalter des Marathons habe angefragt, „ob wir uns im Rahmenprogramm einen Renneinsatz vorstellen könnten. Wir freuen uns darauf. Unsere eigene Asphaltstrecke ist ja seit mehr als einem Jahr reparaturbedürftig“, erzählt Schmitt.

 Ab 11 Uhr wird der Verein sich selbst und seinen Fahrzeugpark vorstellen. RC steht für Remote Control. RC-­Cars sind ferngesteuerte Modellautos, die von einem Benzin- oder Elektromotor angetrieben werden. „Die Autos sind teilweise bis zu 120 und 140 Stundenkilometer schnell“, erläutert Schmitt. So flott werden die Läufer nicht unterwegs sein, wenn sie an den Zollhäusern in Urweiler den Wendepunkt umkurven.

 Wer seinen Laufstil mal überprüfen und korrigieren lassen will, der kann beim Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf das Laufband steigen. Auf dem Schlossplatz wird das innovative Trainingshilfsmittel Foot-Striker präsentiert. „Es kann ein Stück weit die Rolle eines korrigierenden Trainers übernehmen“, sagt Frederik Wiehr vom DFKI. Dazu besitzt der Foot-Striker drei Sensoren, die in einem Trainingsschuh versteckt sind. Diese analysieren das Aufkommen des Fußes beim Laufen. Via Elektroden, die an den Waden des Läufers befestigt werden, kann das System via Elektromyostimulation Signale zur Korrektur des Laufstils senden. „So kann jeder Läufer eine spezifische Analyse und Korrektur seines Laufstils erhalten“, sagt Wiehr. Der Foot-Striker könnte somit bei dauerhafter Anwendung falschen Lauftechniken und Verletzungen vorbeugen.

Die Startzeiten: 9.15 Uhr: Zehn-Kilometerlauf; 9.40 Uhr: Marathon; 10.30 Uhr: Kids-Marathon; 11.30 Uhr: Halbmarathon.

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