1. Sport
  2. Saar-Sport

St. Pauli spielt den Spaßverderber beim 1. FC Kaiserslautern

St. Pauli spielt den Spaßverderber beim 1. FC Kaiserslautern

Die Euphorie in der Pfalz ist verflogen. Mit der Niederlage gegen St. Pauli am Samstag hat der 1. FC Kaiserslautern zwei Spieltage vor Saisonschluss die Trümpfe im Aufstiegskampf der 2. Liga aus der Hand gegeben.

Die erste Heimpleite seit fast 15 Monaten kam zur Unzeit und erwies sich beim 1. FC Kaiserslautern als Stimmungskiller. Nach dem 0:2 (0:0) gegen den FC St. Pauli erhielten die Profis zwar umgehend Zuspruch von Trainer Kosta Runjaic, doch der Glaube an den direkten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hat in der Pfalz erste Risse bekommen. "Für die Jungs ist das nicht einfach zu verdauen", sagte Runjaic, der von einer "kleinen Krise" sprach.

In die ist der FCK ausgerechnet im Endspurt um den Aufstieg gerutscht. Durch die Niederlage vor der Saison-Rekordkulisse von 45 035 Zuschauern, die Jan-Philipp Kalla (47. Minute) und Marcel Halstenberg (56.) per Foulelfmeter besiegelten, können die Roten Teufel nicht mehr aus eigener Kraft aufsteigen. Denn egal wie das Verfolgerduell zwischen dem Karlsruher SC und Darmstadt 98 heute ausgeht - einer der beiden Rivalen wird die Pfälzer vom zweiten Tabellenplatz verdrängen. Die Forderung von Mittelfeldspieler Markus Karl nach dem Ende der beeindruckenden Serie von 21 Heimspielen ohne Niederlage klang da wie eine Durchhalteparole. "Es geht weiter - wir müssen in den letzten beiden Saisonspielen in Aue und gegen Ingolstadt sechs Punkte holen." Auch Runjaic will "sachlich an diesem Ziel arbeiten."

Zwar waren die Hausherren optisch überlegen, doch ihre Chancen ließen sie ungenutzt. Am Ende wunderte sich sogar Gäste-Trainer Ewald Lienen über die drei Punkte. "War das ein verdienter Sieg? Keine Ahnung - aber er war für uns überlebenswichtig", erklärte er. Besonders bitter dürfte der Nachmittag für den eigentlichen FCK-Stammtorhüter Tobias Sippel gewesen sein. Obwohl er nach einer Verletzung wieder fit war, musste er seinen Platz zwischen den Pfosten Markus Müller überlassen. Da Sippel den Verein am Saisonende verlässt, hat er sein letztes Spiel für die Roten Teufel vermutlich schon absolviert: Am 13. April beim 1:1 in Düsseldorf.