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Saarländischer Radfahrer-Bund
SRB vermisst Unterstützung des LSVS

Saarbrücken. Radsportverband gibt Ausrichtung der Hallen-DM in Saarbrücken wieder zurück.
Mark Weishaupt

Die Freude war groß beim Saarländischen Radfahrer-Bund (SRB), als der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) Anfang Fe­bruar die Ausrichtung der deutschen Hallenradsport-Meisterschaften für 2018 ins Saarland vergeben hatte. Deutschlands beste Kunstradfahrer, Radballer sowie Radpolo-Spielerinnen sollten Mitte Oktober in Saarbrücken um die Titel kämpfen – in der Multifunktionshalle an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken.


Doch daraus wird nun nichts – der SRB gab die Ausrichtung wieder zurück, weil er sich von den Verantwortlichen beim Landessportverband für das Saarland (LSVS) nicht gut genug unterstützt fühlt. „Unbeantwortete organisatorische Fragen seitens des LSVS zwingen zur Rückgabe der Ausrichtung an den BDR“ – so formuliert der SRB in einer Pressemitteilung die Rückgabe durch die Veranstaltergemeinschaft, die aus dem SRB und den Vereinen RV Wanderlust Altenkessel, RV Edelweiß Bliesransbach, RV Schwalbe Eppelborn und RV Taube Orscholz besteht.

Der Vergabe nach Saarbrücken waren mündliche Verhandlungen und Begehungen vor Ort mit Vertretern des LSVS und des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) vorausgegangen. Der BDR erteilte Saarbrücken den Zuschlag, obwohl in den Anforderungen mindestens 1200 Zuschauerplätze vorgeschrieben sind. Die Multifunktionshalle fasst 750 Zuschauer.



Nun der Rückzug, weil laut SRB „wichtige organisatorische Fragen zu den Rahmenbedingungen der Nutzung der Halle von Seiten des LSVS unbeantwortet blieben. Auch eine schriftliche Anfrage an das Präsidium des LSVS mit Bitte um Beschlussfassung ließ (...) wichtige organisatorische Fragen ungeklärt.“ Das Präsidium des LSVS steht derzeit im Fokus, weil der Verband in finanzielle Schieflage geraten ist und ein Finanzloch von etwa fünf Millionen Euro zu verarbeiten hat. Im Zuge des Finanzskandals ist Präsidiumsmitglied Eugen Roth mitttlerweile zurückgetreten. SRB-Präsident Jörg Aumann sagt: „Bei allem Verständnis für die schwierige Situation des LSVS ist die Reaktion für uns nicht nachvollziehbar.“