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Leichtathletik-EM in Berlin
Sprinterin Müller ist stolz auf ihren stressigen Samstag

Laura Müllers Auftritte in Berlin machten Mut für die nächsten Jahre.
Laura Müllers Auftritte in Berlin machten Mut für die nächsten Jahre. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Berlin. Rehlinger Läuferin EM-Achte und Staffel-Sechste. Von Mark Weishaupt
Mark Weishaupt

Dieser Samstag im Berliner Olympiastadion – es war einer der arbeitsreichsten Tage für Laura Müller in ihrer noch jungen, aber schon erfolgreichen Sportler-Karriere. Weil die Sprinterin des LC Rehlingen am Freitagabend im Halbfinale über 200 Meter eine gute Figur abgab und mit 22,87 Sekunden Jahresbestleistung gelaufen war, durfte die 22-Jährige gleich zweimal ran. Dass sie im Finale über 200 Meter beim Sieg der Britin Dina Asher-Smith (21,89 Sekunden, Jahres-Weltbestleistung) Achte wurde – geschenkt. Auch die Zeit von 23,08 Sekunden war angesichts der unbequemen, ungeliebten, weil sehr engen Bahn eins ordentlich.


Der Finaleinzug war schon ein großer Erfolg. Und keine 60 Minuten später musste Müller wieder auf die Bahn – mit der 4x400-Meter-Staffel. In der Besetzung Nadine Gonska (Mannheim), Müller, Karolina Pahlitzsch (Berlin) und Hannah Mergenthaler (Mannheim) kam die Staffel in 3:30,33 Minuten als Sechste ins Ziel – knapp drei Sekunden hinter Platz drei, aber respektabel. „Es war eine große Herausforderung, zwei Finals an einem Abend, das habe ich gespürt“, sagte Müller, „ich habe alles gegeben in beiden Läufen und habe mir nichts vorzuwerfen. Ich bin gerade stolz darauf, was ich geleistet habe. Wir sind noch ein junges Team, Nadine ist umgestiegen, und mit Ruth Sophia Spelmeyer fehlte unsere schnellste Läuferin, wir haben also noch Potenzial in Richtung Tokio 2020.“