Springreiter Ahlmann: "Habe in Hongkong Riesenfehler gemacht"

Springreiter Ahlmann: "Habe in Hongkong Riesenfehler gemacht"

Düsseldorf. Springreiter Christian Ahlmann hat nach der abgelaufenen Sperre wegen verbotener Medikation des Olympia-Pferdes Cöster Selbstkritik geübt und einen Wechsel der Nationalität ausgeschlossen. "Da muss man nicht drumherumreden - ich habe einen Riesenfehler gemacht. Heute weiß ich das", sagte der Reiter aus Marl

Düsseldorf. Springreiter Christian Ahlmann hat nach der abgelaufenen Sperre wegen verbotener Medikation des Olympia-Pferdes Cöster Selbstkritik geübt und einen Wechsel der Nationalität ausgeschlossen. "Da muss man nicht drumherumreden - ich habe einen Riesenfehler gemacht. Heute weiß ich das", sagte der Reiter aus Marl. In Hongkong sei ihm dies nicht bewusst gewesen, "weil ich das Mittel schon seit Jahren benutzt habe und es in dieser Zeit nie Beanstandungen gegeben hat". Er hatte Equi-Block verwendet, das die Substanz Capsaicin enthält. Dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) beim internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch gegen die am 18. Dezember abgelaufene Sperre des Weltverbandes FEI eingelegt hat, kann er nicht nachvollziehen. "Nein, das verstehe ich nicht", sagte Ahlmann. "Aber ich sehe der Verhandlung vor dem Sportgerichtshof sehr optimistisch entgegen und gehe davon aus, dass es keine neue Sperre gibt." Verständnis zeigt er für die Ankündigung der FN, ihn unabhängig von der CAS-Entscheidung zwei Jahre nicht für das Nationalteam zu nominieren. "Mittlerweile habe ich aber auch ein gewisses Verständnis für die Verantwortlichen in Warendorf", sagte Ahlmann. "Nach den Vorfällen bei den Olympischen Spielen 2004 hat man gesagt, so etwas dürfe nie wieder passieren. Nun ist es doch passiert. Und dafür bin ich verantwortlich." Bei den Athen-Spielen hatte die deutsche Mannschaft Gold gewonnen, musste die Medaillen wegen verbotener Medikation von Ludger Beerbaums Pferd Goldfever aber wieder zurückgeben. "Dass man deshalb den Reiter Christian Ahlmann vor diesem Hintergrund nicht gerade auf Händen trägt", könne er nachvollziehen. Erwägungen, ins Ausland zu wechseln, sind kein Thema mehr: "Ich wäre stolz, in Zukunft wieder für Deutschland reiten zu dürfen." dpa