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Springer retten EM-Bilanz - Schwimmer nicht im Soll

Springer retten EM-Bilanz - Schwimmer nicht im Soll

Budapest. Die Wasserspringer Patrick Hausding und Sascha Klein erlebten mit je zwei Siegen vom Brett und Turm einen historischen Goldrausch, die Schwimmer fischten dreimal Silber, einmal Bronze, aber auch viel "Blech" aus dem Becken. Die Europameisterschaften in Budapest endeten gestern für den Deutschen-Schwimm-Verband (DSV) mit mehr Licht als Schatten

Budapest. Die Wasserspringer Patrick Hausding und Sascha Klein erlebten mit je zwei Siegen vom Brett und Turm einen historischen Goldrausch, die Schwimmer fischten dreimal Silber, einmal Bronze, aber auch viel "Blech" aus dem Becken. Die Europameisterschaften in Budapest endeten gestern für den Deutschen-Schwimm-Verband (DSV) mit mehr Licht als Schatten. Hausding gewann erst mit Klein das Synchronspringen vom 10-Meter-Turm, dann siegte Klein in der Einzelkonkurrenz. Im letzten EM-Wettbewerb holte Hausding Silber und damit als erster Springer überhaupt bei einem Großereignis in allen fünf Disziplinen Edelmetall. Die Schwimmer holten zweite Plätze durch Silke Lippoks Sensations-Vorstellung über 200 Meter Freistil, Daniela Samulski (50 Meter Rücken) und die 4 x 200-Meter-Freistilstaffel der Männer. Am Schlusstag gewann die 4 x 100-Meter-Lagen-Staffel der Frauen Bronze, da die Russinnen als Schnellste wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurden. Insgesamt holte das DSV-Team 20 Medaillen (8-9-3) und blieb damit nur eine Plakette unter dem Soll. "Unsere Sportler haben einen positiven Eindruck hinterlassen", sagte Sportdirektor Lutz Buschkow. Er konnte sich als Cheftrainer der Wasserspringer vor der letzten Entscheidung über acht Medaillen, darunter fünf goldene, freuen. Die Schwimmer blieben mit neun Plaketten unter dem Ziel von elfmal Edelmetall, hatten allerdings mit Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen an der Spitze auch einige Ausfälle zu verkraften. Wasserspringer Hausding (Berlin) avancierte mit zwei Gold- und drei Silbermedaillen zur deutschen Nummer 1. "Langsam wird mir mein Erfolg unheimlich", sagte Hausding. "Wenn er gesund bleibt, ist bei ihm nach oben alles offen", ist Buschkow überzeugt. Im Becken verblüffte die erst 16-Jährige Silke Lippok alle. Mutig schwamm die Pforzheimerin über 200 Meter Freistil vorneweg und musste sich am Ende nur Weltmeisterin Federica Pellegrini (Italien) geschlagen geben. Als Startschwimmer schlug Paul Biedermann in der Freistil-Staffel im direkten Duell vor seinem 400-Meter-Bezwinger Yannick Agnel (Frankreich) an und stellte eine Weltjahresbestzeit auf. In 1:45,47 Minuten war er 14 Hundertstelsekunden schneller als US-Superstar Michael Phelps. "Ich wollte sie unbedingt erreichen und die drei Jungs hinter mir sind über sich hinausgewachsen", sagte er. Biedermann, Tim Wallburger, Robin Backhaus und Clemens Rapp kamen nach 7:08,13 Minuten hinter Russland (7:06,71) ins Ziel. In der Lagen-Staffel verpasste Biedermann allerdings einen Final-Startplatz, weil er im Vorlauf im Vergleich zu Markus Deibler zu langsam schwamm. Ohne ihn schwamm das Quartett auf Platz vier, wurde aber wegen eines Wechsel-Fehlers, ausgerechnet durch Markus Deibler, disqualifiziert. "Ich wäre schon gern geschwommen, aber im Nachhinein kann man vieles anders sehen", sagte Biedermann. dpa