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Sportpolitik
„Meilenstein“ in St. Wendel

St. Wendel. Konferenz der Sportminister berät über Bund-Länder-Vereinbarung. red

Nach den Schlagzeilen um nicht abgerufene Fördergelder im Sport (die SZ berichtete) hoffen die Verantwortlichen bei der 42. Konferenz der Sportminister an diesem Donnerstag und Freitag in St. Wendel auf positive Nachrichten. Der saarländische Sportminister und SMK-Vorsitzende Klaus Bouillon glaubt, dass die Bund-Länder-Vereinbarung zur Neuordnung der Finanzierungsbeiträge anlässlich der Neustrukturierung des olympischen und paralympischen Leistungssports und der Spitzensportförderung beschlossen wird.


„Wenn es uns gelingt, nach zwei Jahren Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern die vorliegende Vereinbarung zu beschließen, dann haben wir im Prozess der Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagt Bouillon. Konkret geht es beispielsweise um Betriebskosten der Trainingsstätten, die Finanzierung der Olympiastützpunkte oder die Einrichtung von hauptamtlichen Bundesstützpunktleitern, die sowohl von Bund wie auch von den Ländern finanziert werden sollen.

Insgesamt sollen mehr Mittel für den Spitzen- und Leistungssport zur Verfügung gestellt werden. Konkret hat hier der Bund bei der Trainingsstättenförderung eine Erhöhung von 8 auf 24 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bei den Olympiastützpunkten sollen rund 3,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen. Grundsätzlich stehen alle Mittelaufwüchse unter dem Vorbehalt der Entscheidung des jeweiligen Haushaltsgesetzgebers.



Unabhängig von der Vereinbarung zahlt der Bund dem Verein „Athleten Deutschland“, einer eigenständigen Vertretung der Spitzensportler, in diesem Jahr 225 000 Euro, für das kommende Jahr wurden 450 000 Euro zugesagt. Dies begrüßte Bouillon ausdrücklich.