Sportfreunde Köllerbach setzen auf ihren Rückkehrer

Sportfreunde Köllerbach setzen auf ihren Rückkehrer

Köllerbach. Pünktlich zum Derby freut man sich in Köllerbach über die Rückkehr eines besonderen Sportfreundes. Dominik Groß könnte beim Heimspiel des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach an diesem Samstag gegen den SV Röchling Völklingen (14.30 Uhr) in der Startelf stehen

Köllerbach. Pünktlich zum Derby freut man sich in Köllerbach über die Rückkehr eines besonderen Sportfreundes. Dominik Groß könnte beim Heimspiel des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach an diesem Samstag gegen den SV Röchling Völklingen (14.30 Uhr) in der Startelf stehen. Wie ein Heilsbringer wurde er am vergangenen Wochenende gefeiert, als er - nach einer eigenmächtig eingelegten Pause - in der Halbzeit von Trainer Melori Bigvava eingewechselt wurde und mit einer starken Leistung und einem Tor wesentlichen Anteil am zweiten Punktgewinn der Saison hatte (3:3 beim FC Arminia Ludwigshafen).

Warum Groß, der schon für die SV Elversberg, Eintracht Trier und Rot-Weiß Ahlen spielte, zuvor wochenlang nicht ins Training kam, bleibt unklar. "In dieser Zeit hatte ich einige private Probleme, und das ist eigentlich auch alles, was ich dazu sagen will", erklärt Groß.

Eine solche Phase hatte der 27-Jährige auch in der vergangenen Saison. Zehn Spiele stand er den Sportfreunden nicht zur Verfügung. Er griff erst wieder im Saison-Endspurt in den Abstiegskampf ein. "Ohne Dominik Groß würden wir heute in der Saarlandliga spielen. Er war damals beim entscheidenden 3:3 gegen den FK Pirmasens der überragende Mann auf dem Feld", erinnert sich Köllerbachs zweiter Vorsitzender Ralf Weiser, der Groß damals in die Pflicht nahm: "Wir waren ohnehin durch Verletzungspech und eine Rote Karte dezimiert. Und dann habe ich gesagt, dass wir wieder auf Dominik zugehen müssen. Er musste wieder kommen, egal was war." Groß kam wieder - und mit ihm blieb Köllerbach in der Oberliga.

"Zu Beginn der neuen Saison haben wir uns verständigt, dass er sich in die junge Mannschaft integriert, wieder voll mitmacht", erklärt Weiser: "Aber nach der Testspiel-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken II in Großrosseln (0:5, Anmerkung der Redaktion) kam er auf einmal nicht mehr ins Training und sagte uns, dass er den Kopf nicht frei habe."

Über die Frage, warum er nun wieder die Fußball-Schuhe für Köllerbach schnürt, herrschen unterschiedliche Meinungen. Weiser sagt: "Nach den ersten Spielen hat man gleich gesehen, dass wir ihn brauchen." Deshalb hätten mehrere Personen aus dem Verein und dem Umfeld ihn überredet. Groß behauptet: "Ich habe mich selbst dazu entschlossen, wieder anzufangen." Daran, dass er diese Entscheidung ernst meint, will er keinen Zweifel zulassen. "Ich werde diese Saison durchziehen", sagt er. Unter Druck gesetzt fühlt sich der Mittelfeldspieler nach seiner Rückkehr nicht - im Gegenteil: "Mir macht es Spaß mit dieser Mannschaft. Die Jungen wissen, wer ich bin, und hören auf das, was ich sage. Ich bin froh, wieder dabei zu sein. Wir wollen am Wochenende gewinnen." Es wäre nach sechs sieglosen Spielen der erste Saisonsieg. Ob er seiner Mannschaft dabei von Anfang an helfen kann, ist unklar: "Das muss der Trainer entscheiden. Aber ich fühle mich ganz gut", meint Groß. zen

Foto: Wieck

"Ich bin froh, wieder dabei zu sein."

Dominik Groß, Spieler der

SF Köllerbach

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