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Sportfreunde Köllerbach als Sprungbrett

Sportfreunde Köllerbach als Sprungbrett

Köllerbach. Grund zum Lachen haben die Spieler des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach ob der Tabellensituation (Vorletzter mit nur acht Punkten) derzeit nicht. Da passt das miese Novemberwetter ins Bild. Beim Training am Donnerstag waren die Jungs von Trainer Melori Bigvava bereits nach wenigen Minuten durchnässt

Köllerbach. Grund zum Lachen haben die Spieler des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach ob der Tabellensituation (Vorletzter mit nur acht Punkten) derzeit nicht. Da passt das miese Novemberwetter ins Bild. Beim Training am Donnerstag waren die Jungs von Trainer Melori Bigvava bereits nach wenigen Minuten durchnässt. Nur einer strahlte übers ganze Gesicht und scheint damit für einen Stimmungsumschwung zu sorgen: Andrei Elizbarashvili ist seit zwei Wochen in Köllerbach.

"Eigentlich höre ich nur auf den Namen Andro. So wurde ich schon immer genannt", sagt der 20-Jährige in nahezu perfektem Deutsch. Zuletzt hielt sich der Georgier bei der Profi-Spielergewerkschaft (VDV) in Duisburg fit, spielte davor für den FC Junkersdorf, einen Verbandsligisten aus Köln. "Seit drei Jahren bin ich in Deutschland, studiere an der Deutschen Sporthochschule." Profi ist Andro zwar nicht, schaut dennoch positiv in die Zukunft. "Das ist immer noch mein Ziel. Hier in Köllerbach will ich mich empfehlen und eine Stufe nach der anderen erklimmen."

Sein erster Eindruck von den Sportfreunden war zwar gut, sein erster Einsatz dagegen ausbaufähig. "In Hasborn stand es bei meiner Einwechslung schon 0:3. Da war die Partie entschieden. Aber jetzt bin ich bereit für 90 Minuten", betont Elizbarashvili. Nur einen Tag nach der 0:5-Klatsche in Hasborn konnte Andro dann sein Können unter Beweis stellen. Im Kreisliga-A-Spiel der zweiten Mannschaft gegen den SV Walpershofen gelangen ihm gleich drei Treffer - aufgelegt von seinem neuen Trainer und Landsmann Melori Bigvava. "Das ist natürlich ein Vorteil für mich, dass in Köllerbach so viele Georgier spielen. Das erleichtert die Eingewöhnungszeit", sagt Andro.

Dass sowohl der Köllerbacher Neuzugang als auch Spieler Bigvava im Heimspiel an diesem Samstag gegen Niederauerbach (14.30 Uhr) in der Startformation stehen, schließt der Trainer Bigvava aus: "Andro hat die ganze Woche gut trainiert, er wird spielen. Ich eher nicht."

Dabei könnte ihn seine personell arg gebeutelte Mannschaft gut gebrauchen. Im Tor wird mit Marco Besch bereits der vierte Torhüter in dieser Saison auflaufen. Julien Spohr (Fingerbruch) und Jan Schäfer (Kieferbruch) fallen aus. A-Jugendkeeper Arne Reuter laboriert an einer Armverletzung. Zudem konnten Janosch Scherer, Steven Schank, Daniel Klein, Felix Jakob und Jens Hartz gar nicht oder nur eingeschränkt trainieren. Trotzdem ist die Partie gegen Tabellen-15. Niederauerbach ungemein wichtig. Ein letzter letzte Hoffnungsschimmer für die Sportfreunde, die sieben Punkte hinter Niederauerbach liegen? "Eigentlich ja", sagt Melori Bigvava. "Wenn wir nach der Winterpause noch eine Chance haben wollen, ist ein Sieg Pflicht." Wie Recht er hat. tju