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Spizak fordert Unterstützung

Spizak fordert Unterstützung

Elversberg. Für Fußball-Regionalligist SV Elversberg steht am Samstag um 14 Uhr das nächste Endspiel an der Kaiserlinde an. Fünf Punkte trennen die Elf von Trainer Djuradj Vasic von der Dritten Liga. Sechs Punkte liegen zwischen der SVE und Wacker Burghausen - und die kommen ins Waldstadion

Elversberg. Für Fußball-Regionalligist SV Elversberg steht am Samstag um 14 Uhr das nächste Endspiel an der Kaiserlinde an. Fünf Punkte trennen die Elf von Trainer Djuradj Vasic von der Dritten Liga. Sechs Punkte liegen zwischen der SVE und Wacker Burghausen - und die kommen ins Waldstadion.

Bestnoten in Oggersheim

"Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Wir sind hoch motiviert und wollen zeigen, dass wir nicht nur gegen den Tabellenletzten gewinnen können", sagt Miroslav Spizak, die große Überraschung beim 4:0-Sieg der SVE in Ludwigshafen. Der 29-jährige Stürmer aus Polen spielte in der vergangenen Woche auf der ungewohnten Position rechts in der Vierer-Abwehrkette und verdiente sich dort Bestnoten. "Miro war heute der Beste", sagte Vasic nach dem Spiel.

Dem Neu-Verteidiger gefiel die Rolle. "Ich fühle mich in der Abwehrkette wohl. Ich habe das Spiel vor mir und harmoniere gut mit Stefan Zinnow", erzählt der Pole, der auf dieser Position auch schon im Oberligateam der Spvgg Unterhaching spielte. Auch der ehemalige SVE-Trainer Brent Goulet hatte mit einer ähnlichen Umstellung Ende 2007 Erfolg. Damals zog Goulet Sebastiao Da Veiga aus dem Sturm auf die linke Seite der Abwehrkette. Danach verlor die SVE vier Spiele in Folge nicht. Für Vasic ist dieser Effekt keine Überraschung. "Die Position in der Abwehr ist einfacher als vorne. Die Spieler kommen in Ballbesitz nicht so schnell unter Druck. Außerdem ist Miro ein erfahrener Spieler", sagt Vasic, für den es aber keinen Grund gibt, Spizak über den grünen Klee zu loben. "Er spielt jetzt die einfachere Position und wir haben gegen den Tabellenletzten gewonnen. Was gibt es da zu loben?", sagt Vasic und versucht, den Polen auf dem Teppich zu halten.

Dennoch könnte die Spizak-Umstellung eine entscheidende im Endspurt um Liga drei sein. Es steht viel auf dem Spiel - auch für die SVE-Akteure. "Ich würde nächste Saison gerne an der Kaiserlinde spielen. Ich hoffe, es klappt mit der Dritten Liga. Wir versuchen alles", sagt Spizak, der wenig Motivation daraus zieht, für die Ehre des Saarlandes zu spielen und nicht in die Viertklassigkeit abzurutschen. "Ich glaube, das Saarland hat eine Million Einwohner. Wieso spielen wir vor nur 400 Zuschauern? Wenn es den Saarländern ernsthaft um die Ehre gehen würde, dann wären 6000 Zuschauer an der Kaiserlinde."

Um 14 Uhr rollte der Ball am Samstag an der Kaiserlinde. Zugegebenermaßen auf einem Rasen, der das Prädikat Dritte Liga nicht verdient. Damit das Endspiel gegen Wacker Burghausen nicht in die Hose geht, "müssen wir aufpassen, dass wir in Führung gehen", sagt Djuradj Vasic. Und schiebt mit einem Augenzwinkern nach: "Wenn möglich, dann eben in der letzten Minute."