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Spitzenspiele enden mit Nullnummern

Spitzenspiele enden mit Nullnummern

Es ist nicht immer drin, was draufsteht. Das zum Topspiel des 20. Bundesliga-Spieltags erhobene Duell des FC Bayern München bei Bayer 04 Leverkusen bot ebenso wenig Spitzenfußball und Tore wie die Partie zwischen dem Zweiten Borussia Dortmund beim Dritten Hertha BSC .Rekordmeister Bayern trauerte zwar dem vergebenen Sieg nach, durfte sich nach dem 0:0 beim clever agierenden Werksclub aber nicht wirklich beschweren.

"Ich bin schon enttäuscht, weil wir einen Big Point hätten machen und die Führung ausbauen können", sagte Bayern-Abwehrchef Holger Badstuber . So bleibt es beim Polster von acht Punkten auf den BVB. Dass Mutmaßungen über eine schlechte Stimmung im Münchner Starensemble am Erfolgswillen genagt haben könnten, hält Thomas Müller für Blödsinn. "Es wird zurzeit versucht Unruhe zu stiften", sagte der Nationalspieler, den Trainer Pep Guardiola überraschend erst in der 60. Minute aufbot, und fügte hinzu: "Ich verstehe ja, dass Restdeutschland sich die Bundesliga mit einem kleineren Punkteabstand wünscht." Zufrieden war hingegen Bayer-Trainer Roger Schmidt, den Münchnern als erst dritter Club zumindest einen Zähler abgeluchst zu haben: "Insgesamt war es großartig."

Auch der Überraschungsdritte Hertha BSC konnte sich mehr über das Remis freuen als die Dortmunder. Berlins Trainer Pal Dardai zeigte sich stolz über "ein genießbares 0:0". Für den Dortmunder Abwehrchef Mats Hummels war "das Ergebnis okay, weil wir halt keine Topleistung gebracht haben". Dazu passt, dass der Borussia erstmals in dieser Saison kein eigener Treffer gelang. Wohl auch, weil Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, der zuvor in 19 Spielen 20 Mal traf, neben sich stand.