Spitzenspiel in der Fußball-Saarlandliga

Fußball-Saarlandliga : Mehr Saarlandliga-Spitzenspiel geht nicht

VfB Dillingen empfängt zum Spitzenspiel der Fußball-Saarlandliga SV Elversberg II. Die SVE II ist Tabellenführer vor dem VfB und hat die beste Offensive der Liga. Auf Dillingens neuen Abwehrchef Marius Neumeier kommt also viel Arbeit zu.

Marius Neumeier wurde vom VfB Dillingen eigentlich geholt, um Tore zu verhindern. Der 27-Jährige wurde vor der Saison als neuer Abwehrchef vom Oberligisten FC Hertha Wiesbach unter Vertrag genommen. Dass Neumeier aber nicht nur Tore verhindern, sondern auch selbst welche machen kann, das bewies der 1,91 Meter große Innenverteidiger am vergangenen Samstag.

Beim 3:2-Erfolg des VfB bei der SG Lebach-Landsweiler traf der Defensivakteur gleich zwei Mal mit dem Kopf nach Eckbällen – und sicherte den Hüttenstädtern so den fünften dreifachen Punktgewinn im siebten Saisonspiel.

„Ich habe mich nach dem Spiel selbst gefragt, wann mir das letzte Mal ein Doppelpack gelungen ist“, erklärt der Defensivmann lachend. „Für ein Tor war ich immer mal gut, aber dass ich zwei in einem Spiel gemacht habe, ist lange her.“ Wann es genau war, kann er auch immer noch nicht sagen. Da es nicht so oft vorkommt, dass er doppelt trifft, war bei Neumeier, der gerade sein Lehramtsstudium abgeschlossen hat und der demnächst eine Referendariatsstelle antritt, die Freude über den zweifachen Torerfolg umso größer.

Groß ist bei Neumeier auch die Vorfreude auf das nächste Spiel seiner Elf: An diesem Samstag empfängt der VfB um 16 Uhr an der heimischen Papiermühle die SV Elversberg II. Die Reserve des Regionalligisten ist mit 16 Punkten Tabellenführer der Liga, der VfB lauert punktgleich dahinter. „Wegen solcher Duelle spielt man doch Fußball. Es gibt nichts Schöneres als so ein Spitzenspiel“, sagt Neumeier.

Doch auf ihn und seine Abwehrkollegen könnte in dieser Partie auch einiges an Arbeit warten. Denn Elversberg II hat mit bereits 25 erzielten Toren in sieben Begegnungen die mit Abstand stärkste Offensive der Liga. Und der neue Dillinger Abwehrchef ist mit der Defensivleistung seines VfB bislang noch nicht ganz zufrieden. „Wir haben schon zwölf Gegentore bekommen, das ist zu viel“, erklärt der 27-Jährige. „Viele davon sind nach Standards gefallen. Da müssen wir einfach in einigen Situationen noch cleverer und konzentrierter agieren.“

Damit dies gelingt, versucht Neumeier seinem Team auch mit einigen Tipps zu helfen. Denn der Innenverteidiger hat schon viel Erfahrung. Für den FC Wiesbach, Borussia Neunkirchen und den SVN Zweibrücken stand er insgesamt 138 Mal in der Oberliga auf dem Feld. Hinzu kommt ein Einsatz im DFB-Pokal für Zweibrücken gegen Bundesligist FSV Mainz 05 (1:2 nach Verlängerung).

Neumeier hätte auch diese Saison noch in der Oberliga spielen können – entsprechende Angebote lagen vor, doch der gebürtige Schwalbacher, der mittlerweile in Saarbrücken lebt, entschied sich für einen Wechsel nach Dillingen. „Ich wollte wegen meines Berufs ein wenig mit dem Fußball kürzer treten. Beim VfB hat dann das Gesamtpaket gestimmt, deshalb bin ich dort hin“, berichtet der Dillinger Abwehrchef.