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Spitz bleibt einsame Spitze

Spitz bleibt einsame Spitze

St. Wendel. So tritt eine Olympiasiegerin auf: Vom Start weg dominierte Sabine Spitz das Geschehen in der Damenkonkurrenz beim 14. Internationalen Mountainbike-Marathon in St. Wendel

St. Wendel. So tritt eine Olympiasiegerin auf: Vom Start weg dominierte Sabine Spitz das Geschehen in der Damenkonkurrenz beim 14. Internationalen Mountainbike-Marathon in St. Wendel. Die für das Team Ghost International startende Schwarzwälderin fuhr einen mehr als vierminütigen Vorsprung auf die zweitplatzierte Erika Dicht aus der Schweiz heraus und bewältigte die 107 Kilometer in einer Gesamtzeit von 4:53.16 Stunden. Dabei musste sich Spitz noch nicht einmal verausgaben und konnte unmittelbar nach der Zieldurchfahrt schon Interviews geben. "Das Tempo war jetzt nicht so extrem hoch, als dass ich jetzt völlig kaputt wäre", erklärte die 36-jährige Goldmedaillengewinnerin von Peking, die am gestrigen Sonntag bereits beim Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth erneut in die Pedale trat. "Wenn man an zwei Tagen zwei Rennen hintereinander bestreitet, ist das immer auch ein Spagat. Die Frage ist: Wie gehe ich das erste Rennen an, damit ich für das zweite noch Kraftreserven habe?" Um ihren Kräftespeicher für Bad Salzdetfurth wieder aufzufüllen, "gehe ich dann jetzt auch gleich das Kuchenbuffet plündern", sagte Spitz lachend.

Das Rennen der Herren wurde quasi zu einer internen Schweizer Meisterschaft. Sechs Eidgenossen fanden sich am Ende unter den ersten sieben Platzierten. Nur dem für das Team Alb-Gold startende Hannes Genze aus Sindelfingen, der auf dem fünften Platz landete, gelang es, die Schweizer Phalanx zu durchbrechen. Den Sieg sicherte sich etwas überraschend Thomas Zahnd, der sieben Sekunden vor dem favorisierten Schweizer Marathonmeister Lukas Buchli über die Ziellinie fuhr. "Es war spannend bis zum Schluss, aber ich hatte heute wirklich einen sehr guten Tag", freute sich Zahnd.

Panne stoppt den Favoriten

Dem Sieger war eine Panne seines Teamkollegen Urs Huber zugute gekommen. "Urs hatte nach 20 Kilometern einen Defekt und musste einen Reifen wechseln. Daher musste ich nicht, wie eigentlich vorgesehen, für ihn fahren musste. Weil ich somit in der Spitzengruppe kein Tempo machen musste, sondern mich zurückhalten konnte, habe ich Kräfte gespart, was mir im Finale zugute kam", sagte Thomas Zahnd, der nach 4:06.59 Stunden ins Ziel kam.

Rund 700 Fahrer waren am Samstag in St. Wendel am Start. In den 90er Jahren hatte die Veranstaltung noch weit mehr als 2000 Starter angelockt. Stadt-Marketing-Leiter Thomas Wüst führt die seit Jahren rückläufige Starterzahl beim ältesten Mountainbike-Marathon auf die große Konkurrenz zurück. "Mittlerweile gibt es 480 Veranstaltungen in Deutschland", so Wüst.