Spiridonov sichert sich Olympia-Ticket

Chemnitz. Neben Superstar Fabian Hambüchen, der am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Chemnitz fünf der sieben zu vergebenen Titel gewonnen hat, sind auch Philipp Boy (Cottbus) und Marcel Nguyen (Unterhaching) sowie Eugen Spiridonov vom TV Bous (Foto: Ruppenthal) für die deutsche Olympia-Riege der Turner in Peking gesetzt

Chemnitz. Neben Superstar Fabian Hambüchen, der am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Chemnitz fünf der sieben zu vergebenen Titel gewonnen hat, sind auch Philipp Boy (Cottbus) und Marcel Nguyen (Unterhaching) sowie Eugen Spiridonov vom TV Bous (Foto: Ruppenthal) für die deutsche Olympia-Riege der Turner in Peking gesetzt. Das hat Cheftrainer Andreas Hirsch gestern bekannt gegeben. Die offizielle Nominierung erfolgt durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) am 23. Juni. "Wir müssen aus der Nominierung kein Geheimnis machen, wenn es kein Geheimnis gibt", meinte Hirsch. Weiter im Rennen um die vakanten zwei Plätze sind der Stuttgarter Thomas Andergassen, der Hallenser Matthias Fahrig, der Cottbuser Robert Juckel und der Süßener Helge Liebrich.

Die Meisterschaften selbst waren einmal mehr eine Demonstration der Leistungsstärke von Hambüchen. Der deutsche "Sportler des Jahres" stockte sein Erfolgskonto auf insgesamt 20 Goldmedaillen bei nationalen Titelkämpfen auf. Der 20-Jährige ist damit der zehnte deutsche Turner, dem fünf Siege bei einer Meisterschaft gelangen.

Prunkstück des mit 93,300 Punkten höchstbenoteten Mehrkampfes seiner Karriere war am Samstag die grandiose Reck-Show des Welt- und Europameisters. Hambüchen bekam von den Kampfrichtern mit 7,2 den höchsten jemals geturnten Ausgangswert am "Königsgerät" zugestanden. Den bisherigen inoffiziellen "Weltrekord" hatte er selbst mit seiner WM-Übung von Stuttgart und 7,1 Ausgangswert inne. "Das war einer der besten Wettkämpfe meiner Karriere", sagte Hambüchen nach dem Gewinn seines vierten Mehrkampf-Titels in Serie seit 2005.

Gestern stellte Hambüchen vor knapp 1000 Zuschauern alle seine Olympia-Begleiter in den Schatten und gewann am Boden, Sprung, Barren und am Reck vier der sechs vergebenen Gerätetitel. Die Titel an Seitpferd und Ringen holte der Stuttgarter Routinier Thomas Andergassen. dpa

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