Spielt der 1. FC Saarbrücken drei Jahre lang in Elversberg?

Spielt der 1. FC Saarbrücken drei Jahre lang in Elversberg?

Das Ludwigspark-Stadion wird umgebaut. Der 1. FC Saarbrücken sucht deshalb ab kommender Saison ein Ausweichquartier. „Wir sind bereit zu helfen“, sagt Dominik Holzer. Der Präsident musste mit seiner SV Elversberg 2013 ins Ludwigspark-Stadion ausweichen.

Die Verantwortlichen des 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg verhandeln miteinander. Die Liga- und Aufstiegskonkurrenten reden darüber, wie lang die Saarbrücker das Stadion der Elversberger als Ausweichquartier nutzen können. Nach SZ-Informationen wird über eine Vertragslaufzeit von drei Jahren diskutiert. Verlässt der 1. FC Saarbrücken das Ludwigspark-Stadion für drei komplette Spielzeiten?

"Wir befinden uns mit den Verantwortlichen der SV Elversberg in Gesprächen, aber es gibt bisher keinen Vertragsabschluss", sagte FCS-Präsident Hartmut Ostermann gestern: "Insofern erübrigt es sich über Inhalte zu spekulieren, die noch nicht ausverhandelt sind." SVE-Präsident Dominik Holzer erklärte: "Aus unserer Sicht ist die Vertragslaufzeit flexibel gestaltbar."

2013 war es andersherum. Die SV Elversberg hatte nach dem Aufstieg in die 3. Liga zur Auflage ihr vereinseigenes Stadion auszubauen. Im Juni begann der Umbau. Die Elversberger mieteten sich in das Saarbrücker Ludwigspark-Stadion ein. Dort trugen sie bis Oktober 2013 ihre Heimspiele aus. Die Gesamtkosten, die durch das Ausweichquartier entstanden: etwa 200 000 Euro. "Die Stadt Saarbrücken half uns damals. Und wir sind jetzt bereit, dem 1. FC Saarbrücken zu helfen", erklärt Holzer.

Das städtische Ludwigspark-Stadion wird für 16 Millionen Euro umgebaut. Davon stellt das Land 10,7 Millionen zur Verfügung. Die Stadt Saarbrücken gibt 5,3 Millionen. Heute vor einer Woche haben die Arbeiten begonnen. Startschuss zur Sanierung des 1953 gebauten Stadions war das Fällen von etwa 90 Bäumen. Die Umbauzeit soll eineinhalb Jahre dauern.

"Der 1. FC Saarbrücken ist während der Umbauphase des Ludwigsparks nicht Herr des Verfahrens. Insofern müssen wir uns natürlich absichern, dass wir dauerhaft über eine Spielstätte verfügen", erklärt Ostermann zur Frage, wie lang sich sein Club im Elversberger Stadion einmieten will: "Es steht aber außer Frage, dass wir, für den Fall des Umzugs, schnellst möglich wieder in den Ludwigspark zurückkehren möchten. Hierüber werden vertragliche Regelungen - wie gesagt - noch genauer zu finden sein."

Die SVE baut ihr Stadion auf eigene Rechnung für etwa acht Millionen Euro aus. "Der FCS wäre für uns ein Zubrot", sagt Holzer mit Blick auf die Mieteinnahmen, die beide Präsidenten nicht beziffern wollten. Ein Problem ist jedoch, dass das Elversberger Stadion - noch nicht - vermietet werden darf. Die Baugenehmigung ist noch nicht erteilt (die SZ berichtete mehrfach).

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