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Spaßbremse für die Kiez-KickerBremen lehnt Madrids Angebot für Özil ab

Spaßbremse für die Kiez-KickerBremen lehnt Madrids Angebot für Özil ab

Chemnitz. Unkonzentriert, inkonsequent und alles andere als erstligareif: Im ersten Pflichtspiel der Saison gab es für Aufsteiger FC St. Pauli am vergangenen Samstag einen Warnschuss. Mit dem 0:1 (0:1) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC erlebte der Kult-Club sein "himmelblaues Wunder"

Chemnitz. Unkonzentriert, inkonsequent und alles andere als erstligareif: Im ersten Pflichtspiel der Saison gab es für Aufsteiger FC St. Pauli am vergangenen Samstag einen Warnschuss. Mit dem 0:1 (0:1) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC erlebte der Kult-Club sein "himmelblaues Wunder". "Wir haben es nicht geschafft, zu zeigen, wo die drei Klassen Unterschied sind", kritisierte St. Paulis Sportchef Helmut Schulte. Trainer Holger Stanislawski war maßlos enttäuscht: "Es war ein Schuss vor den Bug, den wir erstmal verarbeiten müssen. Aber ich denke, wir werden das jetzt zum Bundesliga-Auftakt in Freiburg besser machen." Dabei hatte Stanislawski seine Jungs in einer 74-minütigen Ansprache vor dem Spiel vor dem Gegner gewarnt. Der sensationelle Triumph des Regionalligisten stand praktisch nach fünf Minuten fest. Ronny Garbuschewski brachte einen Eckball in den Strafraum der Hamburger. CFC-Abwehrchef Andreas Richter, der in der Vorsaison als Innenverteidiger 13 Treffer erzielt hatte, kam nahezu unbedrängt zum Kopfball. "Dass wir ein frühes Tor bekommen, das passiert. Doch dann laufen wir die ganze Zeit dem Rückstand hinterher. Aber die letzte Durchschlagskraft hat gefehlt", sagte Pauli-Torjäger Marius Ebbers, der den Nachweis seiner Bundesliga-Tauglichkeit wie einige seiner Mitspieler schuldig blieb. Auffällig agierte Denis Naki, aber auch der kleine Dribbler schaffte es nicht, den starken Chemnitzer Torhüter Philipp Pentke zu überwinden. St. Paulis Kapitän Fabio Morena, sagte: "In der Bundesliga warten ganz andere Kaliber auf uns." Gegen die von Gerd Schädlich taktisch glänzend eingestellten "Himmelblauen" tat sich der Erstligist unheimlich schwer. Stanislawski, der nach außen hin ruhig blieb, erklärte: "Wir haben immer im falschen Moment die falschen Lösungen gesucht." Doch die Hamburger Kiez-Kicker suchten händeringend nach positiven Aspekten und fanden sie im FSV Mainz. "Die sind im Vorjahr auch gegen einen Regionalligisten ausgeschieden und haben eine gute Saison gespielt", sagte Fabian Boll trotzig. Derweil ertönten hinter ihm in der Kabine die Gesänge der Sieger, die allen Grund zum Jubeln hatten. Neben dem gewonnenen Prestige fließt in der zweiten Pokalrunde mit mindestens 250 000 Euro ein hübsches Sümmchen in die Vereinskasse. Geld, das die Chemnitzer für das Ziel 3. Liga gebrauchen können. Darauf liegt der Fokus. "Wenn wir die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel ziehen, kann es eine Riesensaison für uns werden", sagte Philipp Pentke. dpaBremen. Werder Bremen, das vor der Verpflichtung des Brasilianers Wesley, 22, vom FC Santos steht - der Mittelfeldspieler kostet sieben Millionen Euro Ablöse - hat ein Angebot von Real Madrid für Mesut Özil abgelehnt. Zu der Offerte sagt der 21-jährige Nationalspieler: "Es ist der Traum eines jeden Fußballers, für die größten Mannschaften Europas zu spielen." Werder-Chef Klaus Allofs erwartet aber eine Nachbesserung des Angebots. Real soll zehn Millionen Euro für Özil geboten haben, Bremen will mindestens 15 Millionen. "Das Angebot war weit von dem entfernt, was man für einen Spieler mit der Klasse von Özil bezahlt", sagte Allofs. Trainer Thomas Schaaf will Özil am Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua einsetzen. Das würde den Marktwert senken, denn er dürfte dann in diesem Jahr nicht mehr für einen anderen Club in der "Königsklasse" spielen. "Wenn Mesut am Mittwoch nicht bei einem anderen Verein ist, spielt er für Bremen gegen Genua", betonte Allofs. Mit Özil gewann Bremen am Samstag im DFB-Pokal bei Drittligist RW Ahlen 4:0 Werders Ex-Star Diego, 25, steht auf der Wunschliste des VfL Wolfsburg, der gestern im DFB-Pokal bei Regionalligist Preußen Münster an einer Blamage vorbei schrammte und 2:1 siegte. Der VfL soll sich mit Juventus Turin geeinigt haben. Die Ablöse dürfte bis zu 19 Millionen Euro betragen. Wolfsburg bietet dem Brasilianer angeblich einen Vierjahresvertrag und sechs Millionen Euro Jahresgehalt. Gestern deuteten Medien aber eine Kehrtwende an: Diego soll nun doch beim Serie-A-Club bleiben. dpa