Spaß als Motivationsfaktor

Saarlouis · Die Saarlouis Royals haben vergangenen Samstag ihr Bundesliga-Team mit vier neuen Gesichtern offiziell vorgestellt. Eine Mannschaft, die sich mit viel Spaß und Freude auf die neue Saison vorbereitet.

 Die Mannschaft der Saarlouis Royals startet am 28. September in die neue Bundesliga-Saison. Foto: Ruppenthal

Die Mannschaft der Saarlouis Royals startet am 28. September in die neue Bundesliga-Saison. Foto: Ruppenthal

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Spaß war schon oft ein unterschätzter Mehrwert. Ob am Arbeitsplatz, in privaten Bereichen, oder im Sport. Für diejenigen, die Spaß an einer Sache haben, bedarf es keiner extra Motivation. Was die Spielerinnen des Basketball-Bundesligisten der Saarlouis Royals bei der Teamvorstellung knapp vier Wochen vor Saisonstart (28. September gegen den SV Halle) demonstrierten: Spaß und Freude. Sie scherzten und lachten miteinander und fühlten sich offensichtlich wohl. "Das färbt ab", sagte Royals-Trainer René Spandauw, "das geht hin und her. Das motiviert unwahrscheinlich, die Mannschaft wie auch mich".

Doch um mit so viel Freude in eine neue Saison zu starten, muss alles passen. Mit der Wiederverpflichtung von Stina Barnert gleich zu Beginn der Vorbereitungszeit, scheint die der Spaß in alle Bereiche der Saarlouis Royals übergeschwappt zu sein. "Es ist unbeschreiblich, hier sein und hier spielen zu dürfen", sagte Stina Barnert, "wieder zu Hause sein zu können". Mit ihr herrscht eine Aufbruchstimmung für die neue Saison, in der die Royals wieder an ihre erfolgreichen Zeiten anknüpfen wollen.

Für Prognosen ist es allerdings noch zu früh. "Die Spielerinnen müssen ihre Rolle erst noch finden", sagte Spandauw. Sicher ist, dass die Erwartungshaltung mit der Verpflichtung von Barnert deutlich gewachsen ist. "Die Erwartungen an mich waren ja schon immer hoch", sagte die zurückgekehrte Barnert relativ gelassen, "aber diese Saison ist das schon anders". Schließlich sei sie jetzt älter und erfahrener. Auch deshalb soll sie bei den Royals eine andere Rolle einnehmen, als noch in Wasserburg. Sie soll eine tragende Säule im Spiel der Royals sein. "Aber ich fühl mich sehr wohl hier", sagte die 24-Jährige "und ich habe wieder Spaß am Training, am Spiel".

Auch weil ihr das Konzept in Saarlouis besser gefällt. "Weil hier eine Mannschaft geformt werden soll", sagte sie lächelnd. Schließlich hat sich der Kader der Royals kaum verändert. Nicht mehr dabei sind Laura Rahn, Brittany Kennedy, Keisha Hampton und Sarah Therre. Weshalb das Team um Kayla Tetschlag, Levke Brodersen, Joana Meyer, Jamailah Adams, Gina Groß, Kimberly Pohlmann, Sarah Belzer und Sandra Wimmer mit Stina Barnert, den beiden US-Amerikanerinnen Danielle Mauldin und Stefanie Gilbreath sowie der 17-jährigen Jugend-Nationalspielerin Sunniva Ferri verstärkt wurde. "Es steckt unheimlich viel Basketball in dieser Mannschaft, eine enorme Qualität, Kraft, Kreativität und Mut", sagte Spandauw zufrieden. Er spricht durchaus von einer größeren Qualität, als noch vergangene Saison. "Aber die Zielsetzung für die Saison müssen die Spielerinnen selbst herausfinden", sagte Spandauw. Nur eine Sache scheint sicher zu sein: "Wir arbeiten sehr hart zusammen", sagte Spandauw, "aber auch mit enorm viel Spaß". Der Mehrwert und die Motivation der kommenden Saison.