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Souveräner Sieg gewünscht, souveräner Sieg geschafft

Souveräner Sieg gewünscht, souveräner Sieg geschafft

Bliesen. "Wir wollen gegen Klarenthal gewinnen. Und zwar nicht so wie im Pokalfinale, sondern souveräner", hatte Jannic Federspiel (Foto: atb), Mannschaftsführer des Volleyball-Oberligisten TV Bliesen, die Marschrichtung gegen den TV Klarenthal, der vergangenes Wochenende im St. Wendeler Sportzentrum gastierte, vorgegeben

Bliesen. "Wir wollen gegen Klarenthal gewinnen. Und zwar nicht so wie im Pokalfinale, sondern souveräner", hatte Jannic Federspiel (Foto: atb), Mannschaftsführer des Volleyball-Oberligisten TV Bliesen, die Marschrichtung gegen den TV Klarenthal, der vergangenes Wochenende im St. Wendeler Sportzentrum gastierte, vorgegeben. Im Finale des Saarlandpokals in Saarwellingen hatte der TVB 3:2 gesiegt, was Pokalsieger Bliesen die Teilnahme am Südwest-Pokal eröffnete. Dort war jedoch im Halbfinale gegen den Zweitligisten TuS Kriftel Endstation.

Doch zurück zum Liga-Alltag. Ein klarer und souveräner Sieg war bei der Neuauflage des Pokalfinales gefordert - ein 3:0 ist es geworden. Damit kann Federspiel leben. Zumal mit Oliver Schu ein wichtiger Stammspieler fehlte. Schu, der auf Annahme-Außen spielt, hatte sich gegen Kriftel eine Kapselverletzung am Finger zugezogen und muss mehrere Wochen pausieren. "Dieser Ausfall schmerzt, aber wir haben eine starke Bank", weiß der 20-jährige Riegelsberger Federspiel.

Überhaupt sieht der Krankenpfleger-Azubi, der nach abgeschlossener Lehre Medizin studieren will, seine Mannschaft gut aufgestellt: "Unser Anspruch muss es sein, am Ende unter den drei besten Teams der Liga zu landen. Ob es letztlich für ganz nach oben reicht, muss sich aber erst zeigen. Das hängt von vielen Faktoren ab." Nach dem Erfolg im Saarderby rangiert Bliesen hinter der verlustpunktfreien TG Mainz-Gonsenheim und der SSG Schwarzenholz/Griesborn auf dem dritten Platz der Tabelle, und liegt somit im Soll.

Im Soll, das ist auch die Karriere von Federspiel selbst. "Ich bin froh, dass ich jetzt wieder ohne Probleme spielen kann", sagt der Volleyballer, der gern auch mal gegen einen Fußball tritt. Zudem bandagiert sich der Riegelsberger hin und wieder die Hände, streift ein paar Boxhandschuhe über, und dann geht es an den Sandsack oder in den Ring.

Jannic Federspiel ist froh, dass er überhaupt wieder Sport treiben kann. Im Jahr 2006 erlebte Jannic einen Riesenschock, als er plötzlich mit Herzrhythmusstörungen zu kämpfen hatte. "Ich war damals, das war 2006, nach meiner ersten Saison in Bliesen ins Volleyball-Internat nach Frankfurt gewechselt", erzählt er, "was zunächst auch ganz gut anlief. Aber dann kamen die Herzprobleme". In Frankfurt wurde fast unter Profi-Bedingungen trainiert. Das machte Jannics Herzmuskel nicht mit - die Beanspruchung war zu groß. So war der Ausflug nach Hessen nach nur vier Monaten beendet. "Auf dem Niveau, wie ich jetzt wieder Sport betreibe, kann eigentlich nichts passieren", sagt Jannic Federspiel, der mit Bliesen durchaus gerne eine Liga höher spielen würde. tog