| 20:15 Uhr

Sorgen vor dem nächsten Topspiel

Matthias Cuntz hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter: Der Elversberger zog sich im Topspiel gegen Stuttgart einen Schlüsselbeinbruch zu. Er fällt mindestens acht Wochen aus. Foto: Schlichter
Matthias Cuntz hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter: Der Elversberger zog sich im Topspiel gegen Stuttgart einen Schlüsselbeinbruch zu. Er fällt mindestens acht Wochen aus. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Elversberg. 1:0-Sieg bei Eintracht Trier, 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers: Elversberg ist trotz des schweren Auftaktprogramms gut in die Saison gestartet. Doch vor dem nächsten Spitzenspiel heute in Mannheim häufen sich die verletzungsbedingten Ausfälle. Heiko Lehmann

Am Samstag beim 1:1 (1:1) im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers war Matthias Cuntz wie vergangene Saison wieder Dreh- und Angelpunkt des Spiels von Fußball-Regionalligist SV Elversberg . Zum Saisonauftakt bei Eintracht Trier (1:0) stand er nicht in der Startelf. Gegen die Kickers durfte Cuntz wieder ran. Doch in der 40. Minute gab es ein Duell im Strafraum der Gäste. "Ich wurde in der Luft weggedrückt. Dann kann ich mich nur noch an die Schmerzen erinnern", sagte Cuntz, der auf die Schulter gestürzt war. "Das Schlüsselbein ist gebrochen. Die Operation ist gut verlaufen. Vielleicht kann ich in acht Wochen wieder auf dem Platz stehen", erklärte er gestern nach der Operation.



Am Samstag ließ Schiedsrichter Michael Kempter die Aktion weiterlaufen. Er gab keinen Strafstoß für die Elversberger. Auf der anderen Seite pfiff Kempter zehn Minuten zuvor ein Handspiel. SVE-Verteidiger Steffen Bohl hatte im Strafraum nach einem Freistoß den Ball an die Hand bekommen. Mijo Tunjic, vergangene Saison noch im Trikot der Elversberger, verwandelte den Elfmeter zum 1:1-Ausgleich für Drittliga-Absteiger Stuttgart (30.).

Apropos Bohl. Auch er musste noch vor der Pause vom Platz - mit einer Kopfverletzung und Problemen mit dem Hüftbeuger. Sein Einsatz im Spitzenspiel des Vize-Meisters heute um 19.30 Uhr bei Meister Waldhof Mannheim ist sehr unwahrscheinlich. Bohl, Cuntz, dazu der schon länger verletzte Leandro - drei wichtige Spieler fehlen. Dafür ist aber immerhin Aaron Berzel wieder fit.

Pfiffe für Biankadi



Im Topspiel am Samstag gegen die Kickers erwischte Elversberg vor 2065 Zuschauern mit dem Führungstor durch Markus Obernosterer (12. Minute) einen guten Start. Danach wurde das Spiel der Gastgeber - auch bedingt durch viele Unterbrechungen - jedoch zerfahren. Nach der Pause spielten die Elversberger auch ohne Bohl und Cuntz die Kickers an die Wand. Für Cuntz kam übrigens Mervielle Biankadi in die Mannschaft. Er wurde nach seiner ersten Aktion, die misslang, von eigenen Fans ausgepfiffen. "Das hat mich kolossal genervt. Der Junge ist 21 Jahre und hat sich stark entwickelt. Und dann kommt so etwas von den Fans", kritisierte SVE-Trainer Michael Wiesinger , dessen Mannschaft in Halbzeit zwei große Chancen hatte, um das Spiel zu entscheiden. Eine davon hatte Biankadi. Seinen Schuss aus 18 Metern parierte Kickers-Torhüter Lukas Könighofer glänzend (78.).

"Wir haben 1:1 gespielt und einen Punkt gewonnen. Diesen Punkt holen in Elversberg nicht viele Mannschaften", sagte Stuttgarts Trainer Alfred Kaminski, dessen Spieler in Halbzeit zwei nur noch verteidigten. "Alle Mannschaften wollen sich an uns hochziehen und geben vielleicht noch ein paar Prozent mehr. Wir müssen einfach noch akribischer zu Werke gehen und einen besseren Job machen", erklärte Wiesinger. "Allerdings sind vier Punkte zum Saisonstart in Ordnung."