Sonntag wird Viertelfinalgegner des 1. FC Saarbrücken im Pokal ausgelost

Kostenpflichtiger Inhalt: FCS im DFB-Pokal : Völklingen bleibt weiter die erste Wahl

Am Sonntag wird der Viertelfinal-Gegner des 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal ausgelost. Der FCS darf auf ein Livespiel hoffen.

Am Dienstag, 3., oder Mittwoch, 4. März, spielt der 1. FC Saarbrücken im Viertelfinale des DFB-Pokals. Wer der Gegner des Tabellenführers der Regionalliga Südwest sein wird, ermittelt an diesem Sonntag während der ARD-Sportschau ab 18 Uhr der Ex-Nationalspieler Cacau. Er ist diesmal die „Glücksfee“. Sicher ist: Es wird ein Bundesligist sein, der dem FCS zugelost wird, denn mit Bayern München, Schalke 04, Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen, Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf und Union Berlin kommen alle potenziellen Gegner aus der Elite-Liga des deutschen Fußballs.

„Freiburg ist nicht mehr dabei, darum ist es mir egal“, sagt FCS-Kapitän Manuel Zeitz. José Pierre Vunguidica wünscht sich dagegen „die Bayern. Ist doch klar. Wann hat man noch einmal die Chance, gegen die zu spielen?“ Der Heilungsprozess des angerissenen Innenbandes des Stürmers verläuft besser als erhofft. Er wäre aber wohl dennoch erst im Halbfinale wieder eine Option. „Bayern? Früher hätte man sich das gewünscht“, sagt FCS-Vizepräsident Dieter Ferner, der beim legendären 6:1 über den Rekordmeister am 16. April 1977 im Tor der Saarbrücker stand, „aber heute?“

Früher, da war der FCS Mieter des Saarbrücker Ludwigsparkstadions mit einer Kapazität auch zuletzt von über 30 000 Plätzen. Manch’ Fan träumt von einer Rückkehr in die derzeitige Baustelle – und sei es nur für dieses eine Pokalspiel. Doch es wird ein Traum bleiben. „Das kommende Pokalspiel im Ludwigspark auszutragen, ist wegen der Baustellen-Situation auf keinen Fall machbar“, nimmt Stadt-Pressesprecher Thomas Blug derartigen Gedankengängen jeden Wind aus den Segeln. Der neue Oberbürgermeister Uwe Conradt hat das ambitionierte Ziel der Spielfähigkeit der Immobilie im Sommer dagegen noch nicht aufgegeben.

Im Exil im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion können höchstens 6800 Zuschauer beherbergt werden. „Wir werden auf jeden Fall hierbleiben“, hatte Schatzmeister Dieter Weller in einer ersten Reaktion direkt nach dem Weiterkommen im Achtelfinale gegen den Karlsruher SC gesagt. „Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass wir das Live-Spiel im Fernsehen bekommen, je nachdem wer Gegner wird“, schränkt FCS-Geschäftsführer David Fischer ein, „dann müssen wir noch mal prüfen, ob das in Völklingen auch umsetzbar sein wird.“

Es gab auch am Mittwoch Probleme in der Ausweichspielstätte – allerdings nicht mit der Übertragungstechnik. Die Einlasskontrollen waren verschärft worden, dauerten deutlich länger als sonst. Dennoch gelangte wieder Pyrotechnik ins Stadion. Da der 1. FC Saarbrücken vorbelastet ist, wird die Strafe wohl entsprechend hart ausfallen. „Es ist nie schön, lange warten zu müssen, aber die Situation in Völklingen ist nun mal so. Und wir hatten auch darum um frühzeitige Anreise gebeten. Auch in Bundesliga-Stadien muss man warten, wenn viele Menschen durch einen Eingang wollen“, sagt Fischer, „man wird nie hundertprozentige Sicherheit haben, alle verbotenen Gegenstände zu finden. Dennoch wurden unsere Maßnahmen vom DFB und der Polizei positiv bewertet.“

Vor 35 Jahren war der FCS – damals als Zweitligist – zum letzten Mal im DFB-Pokal-Viertelfinale. Bleibt Völklingen weiter das „Favoritengrab“, dann würden die Saarländer nun Historisches schaffen: Sie wären der erste Regionalligist im Halbfinale in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Am Sonntagabend werden wir zumindest wissen, gegen wen dieses Wunder vollbracht werden soll.