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So gut wie seit sieben Jahren nicht: Dahlmeier und Hildebrand rocken

So gut wie seit sieben Jahren nicht: Dahlmeier und Hildebrand rocken

Drei Tageserfolge in Ruhpolding gelangen den deutschen Biathleten zuletzt 2009. An diesem Wochenende waren die Frauen, allen voran Doppelsiegerin Laura Dahlmeier, nicht zu stoppen. Sie dominierte den Weltcup.

Simon Schempp fehlte den Männern an allen Ecken und Enden, dafür schrieben Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand die nächsten Kapitel eines wunderbaren Wintermärchens. Dank doppelter Frauen-Power haben die deutschen Biathleten ihren Neujahrs-Fluch gebannt und mit drei Triumphen sowie weiteren vier Top-Zehn-Resultaten das beste Ruhpoldinger Weltcup-Ergebnis seit sieben Jahren verbucht.

"Das war mein Wochenende. Heute ist ein super Tag für mich und für den deutschen Biathlon-Sport", jubelte Dahlmeier, nachdem sie gestern zum krönenden Abschluss im Massenstart triumphiert hatte: "Es war ein perfektes Rennen für mich, ein Wahnsinn, ein Traum, ein geiles Rennen. Das ist unbeschreiblich, ich finde keine Worte." Die fand aber Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig. "Wie sie das Wochenende gerockt hat, ist unbeeindruckend", lobte der 57-Jährige: "Das habe ich in so jungen Jahren selten gesehen."

Aber nicht nur die 22-Jährige trumpfte auf. Hildebrand hatte am Freitag mit dem Sprintsieg die Festtage eröffnet, Dahlmeier gewann einen Tag später zudem den Verfolger - drei Erfolge hatte das deutsche Team im Chiemgau bei einem Weltcup zuletzt 2009 gefeiert. Und bei der ersten Station des neuen Kalenderjahres, die eigentlich fest in Oberhof verankert ist, waren die Skijäger zuletzt sogar zwei Mal ohne einen einzigen Podestplatz geblieben.

Im Rennen der 30 besten Weltcup-Athleten verbuchte der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer gestern als Fünfter das beste Männer-Ergebnis der Woche - der erste Weltcup der Saison ohne Podest war aber zu wenig, um sich im Rampenlicht der Frauen mitsonnen zu dürfen. Ohne Ausnahmekönner Schempp, der (fast immer) um den Sieg mitkämpft, laufen die deutschen Männer der Musik derzeit hinterher. In Ruhpolding fehlte der dreimalige Saisonsieger wegen der Folgen einer Erkältung. Am Mittwoch sollte er wieder dabei sein. Dann beginnt der zweite und eigentliche Teil des Ruhpoldinger Weltcup-Doubles.