| 20:25 Uhr

Olympische Winterspiele in Pyeongchang
Slalom-Gold für den alten Schweden

Der Schwede Andre Myhrer nutzte die Gunst der Stunde, weil die Favoriten patzten.
Der Schwede Andre Myhrer nutzte die Gunst der Stunde, weil die Favoriten patzten. FOTO: dpa / .
Pyeongchang. Vor den Augen seines Königs Carl Gustaf hat sich Andre Myhrer zum ältesten Slalom-Olympiasieger der Ski-Geschichte gekrönt. Im Alter von 35 Jahren und 42 Tagen gewann der Schwede am Donnerstag vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern und ist der erste Alpin-Olympiasieger aus Schweden seit dem großen Ingemar Stenmark. „Mit ihm in einer Reihe genannt zu werden, ist eine Ehre“, sagte Myhrer. Auch im Damen-Slalom hatte mit Frida Hansdotter eine Schwedin triumphiert.

Vor den Augen seines Königs Carl Gustaf hat sich Andre Myhrer zum ältesten Slalom-Olympiasieger der Ski-Geschichte gekrönt. Im Alter von 35 Jahren und 42 Tagen gewann der Schwede am Donnerstag vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern und ist der erste Alpin-Olympiasieger aus Schweden seit dem großen Ingemar Stenmark. „Mit ihm in einer Reihe genannt zu werden, ist eine Ehre“, sagte Myhrer. Auch im Damen-Slalom hatte mit Frida Hansdotter eine Schwedin triumphiert.


Myhrer profitierte bei seinem Sieg auch vom Aus des Norwegers Henrik Kristoffersen, der nach dem ersten Durchgang geführt hatte, nach einem Fehler aber nicht ins Ziel kam. Top-Favorit Marcel Hirscher aus Österreich, in Pyeongchang in der Kombination und dem Riesenslalom jeweils schon mit Gold dekoriert, war bereits im ersten Lauf ausgeschieden.

Für Myhrer ist es nach Bronze in Kanada vor acht Jahren die zweite Olympia-Medaille. Vor vier Jahren in Sotschi war er nach dem ersten Durchgang Zweiter und schied im Finale aus. Die Enttäuschung trieb den besten Skifahrer Schwedens der vergangenen Jahre an und ließ ihn noch fokussierter arbeiten. Im Weltcup holte Myhrer bislang acht Siege – und kaufte sich danach stets eine Gitarre. „Ich bin nicht ganz sicher, was Olympia-Gold in Gitarren wert ist. Vielleicht muss ich zwei kaufen“, sagte Myhrer.



Das einzige Resultat für den Deutschen Skiverband verbuchte in Abwesenheit des schmerzlich vermissten Felix Neureuther der ehemalige WM-Zweite Fritz Dopfer auf Rang 20. Wegen der Folgen eines Schien- und Wadenbeinbruchs ist er weit von seiner einstigen Form entfernt. Nach der Saison soll der Nagel aus dem Bein operiert werden. Linus Straßer war wie Hirscher im ersten Lauf ausgeschieden. Weil in der Alpinen Kombination vier Jahre nach dem Olympiasieg von Maria Höfl-Riesch keine Deutsche am Start stand, bleibt nur noch das Team-Event am morgigen Samstag, um die ersten Winterspiele ohne deutsche Alpin-Medaille seit 2006 noch zu verhindern.