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Ski: Der letzte deutsche Sieger im Alpin-Weltcup beendet seine Karriere

Ski: Der letzte deutsche Sieger im Alpin-Weltcup beendet seine Karriere

Zwiesel. Der "Pech-Vogl" startet nicht mehr. Nach jahrelangen gesundheitlichen Rückschlägen hat Skirennfahrer Alois Vogl (Foto: dpa) einen Schlussstrich unter seine alles andere als glückliche Karriere gezogen. "Um ganz vorne mitzufahren, ist der Trainingsrückstand einfach zu groß

Zwiesel. Der "Pech-Vogl" startet nicht mehr. Nach jahrelangen gesundheitlichen Rückschlägen hat Skirennfahrer Alois Vogl (Foto: dpa) einen Schlussstrich unter seine alles andere als glückliche Karriere gezogen. "Um ganz vorne mitzufahren, ist der Trainingsrückstand einfach zu groß. Ein Start bei Weltcup-Rennen macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn mehr", sagte der 36-Jährige vom SC Zwiesel gestern, wenige Tage vor der am Wochenende im österreichischen Sölden beginnenden alpinen Weltcup-Saison. 1991 startete Vogl erstmals im Weltcup. Und hier feierte er im Januar 2005 seinen größten Erfolg. Beim Slalom-Klassiker in Wengen in der Schweiz holte Vogl seinen einzigen Sieg und den letzten der deutschen Alpin-Herren.

Seit seinem dritten Platz in Kitzbühel im Januar 2007 gab es keine weitere Weltcup-Platzierung mehr für Vogl, der sein unbestrittenes technisches Vermögen nie über einen längeren Zeitraum für gute Ergebnisse nutzen konnte. Ohne Weltcup-Punkte war er in den Ranglisten weit abgerutscht. Bis zuletzt hatte der Deutsche Skiverband (DSV) einen Platz für den unter einer Darmerkrankung leidenden Routinier offen gehalten. "Es ist schade, dass man Aktive mit einem solch hohen Leistungspotenzial durch langjährige Erkrankungen verliert. Alois wäre auch mit seinen 36 Jahren noch in der Lage gewesen, auf internationalem Niveau vorne mitzufahren", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

In diesem Winter will Felix Neureuther nun mit einem Sieg die Durststrecke der deutschen Alpin-Herren beenden. Neureuther und Maria Riesch stehen an der Spitze des DSV-Aufgebots für die Riesenslalom-Rennen am Wochenende. dpa