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Ski alpin
Luitz bekommt seinen Weltcup-Sieg zurück

 Stefan Luitz klagte erfolgreich vor dem Internationalen Gerichtshof.
Stefan Luitz klagte erfolgreich vor dem Internationalen Gerichtshof. FOTO: dpa / Michael Kappeler
Lausanne. Skirennfahrer siegt vor dem CAS gegen den Weltverband. Letztes Rennen für Neureuther in Andorra? dpa/sid

Skirennfahrer Stefan Luitz hat mit seiner Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Erfolg gehabt und bekommt seinen ersten Weltcup-Sieg zurück. Diese Entscheidung des Gerichts mit Sitz in Lausanne teilte Luitz’ Anwältin Anne Jakob am Freitag mit. Der 26-Jährige ist damit auch offiziell wieder einer von 14 deutschen Männern, die ein Rennen im alpinen Ski-Weltcup gewinnen konnten.


Luitz, dessen Saison nach einer Knieverletzung und einer Operation an der Schulter bereits beendet ist und der beim Weltcup-Finale in Andorra nicht antritt, hatte bei seinem Sieg in Beaver Creek Anfang Dezember in einem Aufenthaltsbereich an der Rennstrecke Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes verstoßen. Die FIS disqualifizierte ihn nachträglich wegen eines Regelverstoßes und folgte damit einer Formulierung im Anti-Doping-Reglement. Luitz wehrte sich gegen die Strafe und begründete dies unter anderem damit, dass eine Sauerstoffzufuhr von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) explizit erlaubt ist.

Luitz’ Teamkollege Felix Neureuther machte sich vor seinem letzten Saisonrennen derweil rar. „Auf dem Weg zum Finale“, schrieb er bei Instagram über ein Bild aus dem Bus, der ihn nach Soldeu brachte. In Andorra steht am Sonntag (10.30 und 13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) der abschließende Slalom dieses Weltcup-Winters an. Ob nicht nur eine Saison, sondern auch eine große deutsche Sportlerkarriere zu Ende geht, ist unklar. Wie es mit ihm weitergeht, das wollte der Routinier bislang nicht verraten.



Neureuther, der in knapp zwei Wochen 35 Jahre alt wird, hatte seine Zukunft nach einer Saison voller Unfälle, Blessuren, Rückschläge und einer verpatzten WM nicht nur offen gelassen, sondern auch an Bedingungen geknüpft. Er will Veränderungen im Verband, ins Detail ging er nicht. „So wie es momentan ist, lass ich es bleiben“, hatte er bei der Weltmeisterschaft in Schweden im Februar gesagt.

Beim Teamevent in Andorra fuhr das deutsche Team am Freitag ohne Luitz und Neureuther auf Platz drei. Das Quartett Lena Dürr, Christina Geiger, Anton Tremmel und Fabian Himmelsbach gewann das kleine Finale gegen Kanada und setzte eine Erfolgsserie fort: Im vierten Jahr nacheinander fuhr die DSV-Auswahl zum Saisonabschluss unter die besten drei. Der Sieg ging an den favorisierten Olympiasieger und Weltmeister Schweiz. „Das war eine superschöne Vorstellung“, sagte Alpin-Chef Wolfgang Maier und freute sich darüber, dass nach den zwei Podestplätzen von Viktoria Rebensburg in Andorra schon der dritte Erfolg heraussprang.