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Situationsbericht Fußball-Verbandsliga Nordost

Fußball-Verbandsliga Nord/Ost : Trainer ziehen eine Zwischenbilanz

In der Fußball-Verbandsliga überraschte bisher Schwarzenbach. Aufsteiger Blieskastel-Lautzkirchen pausiert dagegen nur auf dem vorletzten Platz.

In der Fußball-Verbandsliga Nordost hatte sich das Tabellenbild bereits vor der Saison-Unterbrechung ziemlich verzerrt dargestellt. Einige Mannschaften hatten schon sieben Partien ausgetragen, andere erst fünf. Auf den ersten vier Tabellenplätzen konnten sich der SV Hellas Bildstock (sechs Spiele/15 Punkte), SV Merchweiler (7/14), die SG Marpingen-Urexweiler (5/13) sowie der FC Freisen (7/13) einordnen. Die weiteren Platzierungen der Vereine außerhalb des Kreisgebiets: Sechster SG Lebach-Landsweiler, Achter SG Saubach, Zehnter VfB Theley, Elfter SG Schiffweiler-Landsweiler-Reden, Zwöfter SV Habach, 14. SG Thalexweiler-Aschbach und 16. SVGG Hangard.

Derzeit am besten von den Saarpfalz-Teams platziert ist etwas überraschend der SV Schwarzenbach auf Rang fünf. Die Schwarzenbacher brachten es in sieben Begegnungen auf 13 Zähler. Vier Siegen stehen ein Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber. Kurios: Das Torverhältnis ist mit 15:17 negativ. Dies hängt vor allem mit der 1:7-Niederlage beim FC Freisen zusammen. Richtig stark war dagegen der 2:0-Heimerfolg gegen den SV Hellas Bildstock. Und als einer der Höhepunkte des bisherigen Rundenverlaufs ist mit Sicherheit auch der 5:4-Heimsieg gegen die SG Schiffweiler-Landsweiler-Reden zu bezeichnen, als die Schwarzenbacher bis zur 78. Minute noch mit 2:4 in Rückstand lagen.

„Wir sind mit dem Saisonverlauf aktuell zufrieden. Von der Platzierung her und den erreichten Punkten ist alles soweit okay. Ganz wichtig ist der positive Trend unserer jungen Spieler. Sie haben ihre Einsätze bekommen und sich weiterentwickelt“, sagt Jan Berger aus dem Trainerteam des SVS. Bei den Niederlagen in Freisen und daheim gegen den SV Rohrbach (1:3) sei die Leistung allerdings nicht gut gewesen. Dies wäre aber mit den jungen Spielern, denen Tiefs erlaubt seien, auch eingeplant gewesen. „Es gibt natürlich auch noch Luft nach oben, vor allem im spielerischen und taktischen Bereich. Ziel ist es, im oberen Tabellendrittel Fuß fassen zu können“, betont Berger. In der Verbandsliga Nordost könne jeder jeden schlagen.

Die DJK Ballweiler-Wecklingen brachte es bei 13:8 Treffern mit drei Siegen, einem Unentschieden sowie zwei Niederlagen auf zehn Zähler. Das bisherige Highlight war der 4:3-Heimsieg gegen die SG Lebach-Landsweiler. Ab der 79. Minute wurde der 1:3-Rückstand noch in einen Dreier gedreht. „Die sehr guten Vorbereitungsleistungen konnten wir in der Saison nicht immer bestätigen. Vielleicht haben wir uns auch manchmal zu sehr unter Druck gesetzt“, meint SG-Trainer Peter Rubeck. Innerhalb der Spiele fehle die gewünschte Konstanz über 90 Minuten. Der Verlust von vier Stammspielern sei unter anderem mit zwei A-Jugendlichen und einem ebenfalls noch sehr jungen Akteur kompensiert worden. Lediglich Defensivspezialist Piero Ortoleva verfüge bereits über etwas mehr Erfahrung. „Insgesamt haben wir das Team wiederum verjüngt. Unser Ziel ist es schon, unter die ersten Sechs zu kommen. Nach ganz vorne wird es allerdings schwierig“, meint Rubeck.

Der auf Rang neun platzierte FC Palatia Limbach bringt es bei 11:8 Toren ansonsten auf die genau gleiche Bilanz wie die DJK Ballweiler-Wecklingen. Der bisherige Saisonverlauf der Palatia war ein Wechselbad der Gefühle: Einem Dreier zum Auftakt folgten drei sieglose Partien, ehe die Elf von Trainer Patrick Gessner zuletzt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren konnte. „Am Schluss konnten wir wie erwartet auftreten. Dementsprechend kommt uns die Pause auch nicht gelegen“, erklärt Gessner.

Als Tabellen-13. ist der SV Rohrbach unmittelbar vor der Abstiegszone platziert. Man verlor bei zwei Siegen und einem Unentschieden drei Begegnungen. Diese Bilanz von sieben Zählern wurde mit 14:22 Treffern erreicht. Bemerkenswert waren vor allem die Siege in Limbach (2:1) und in Schwarzenbach (3:1) - dafür gab es in den Partien bei der SG Saubach (2:7) sowie daheim gegen die SG Marpingen-Urexweiler (2:6) jeweils Rückschläge. „Wir hatten bislang extremes Verletzungspech. Die Stimmung ist aber gut, und der Einsatz stimmt. Ein Riesenkompliment, wie sich alle von der zweiten Mannschaft hochgerückten Spieler integrieren und ihre Leistung abrufen“, meint der Spielausschuss-Vorsitzende Steffen Becker und ergänzt: „Das schweißt uns zusammen und macht uns viel stärker, auch wenn die Tabelle etwas anderes aussagt.“ Hans-Jürgen Detzler (Athletikbereich) sowie die beiden Trainer Alexander Ogorodnik und Rüdiger Pfeifer würden eine klasse Arbeit abliefern.

Ballweilers Trainer Peter Rubeck (mit schwarzer Mütze) will mit seiner jungen Elf unter die ersten Sechs. Noch fehlt dem Team aus seiner Sicht die Konstanz über 90 Minuten. Foto: Stefan Holzhauser

Der Aufsteiger SC Blieskastel-Lautzkirchen konnte mit zwei Remis in sieben Spielen und einem Torverhältnis von 4:21 bisher nur die Hangarder im Klassement hinter sich lassen. Gut war das 1:1 bei der SG Marpingen-Urexweiler, weniger schön die 0:9-Klatsche in Bildstock. „Dieses 1:1 war ein klasse Saisonstart, aber mit dem katastrophalen Nebeneffekt von dann vier fehlenden Stammspielern. Das war nicht zu kompensieren. Hinzu kam auch teilweise etwas Pech und die fehlende Erfahrung“, blickt Marco Meyer aus dem Trainerteam auf die ersten Wochen in der neuen Umgebung zurück.