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Olympische Winterspiele in Südkorea
Silber für eine ganze Sportart

Pyeongchang. Weltmeisterin Jacqueline Lölling wird Zweite im Skeleton-Wettbewerb.

Die innige Umarmung mit ihren Eltern rührte Jacqueline Lölling zu Tränen, beim Rappen und Tanzen bis in die frühen Morgenstunden fiel der ganze Druck von der Skeletonfahrerin ab. Auch dort zeigte die sonst bäuchlings mit über 100 Stundenkilometern den Eiskanal hinunterrasende Silbermedaillen-Gewinnerin eine überzeugende Vorstellung. „Jetzt kann man endlich alles rauslassen“, sagte Lölling schluchzend.


Die 23-Jährige von der RSG Hochsauerland konnte die ausgelassene Party gut gebrauchen. „Das war bis zur letzten Sekunde Nervenkrieg“, meinte Lölling. Nach vier Läufen lag die Weltmeisterin aus Brachbach 0,45 Sekunden hinter der Britin Lizzy Yarnold, die ihren Olympia-Coup von Sotschi 2014 wiederholte, und vor deren Teamkollegin Laura Deas. Die vor dem Final-Durchgang führende Österreicherin Janine Flock fiel noch auf Platz vier zurück. Ex-Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee und Anna Fernstädt komplettierten auf fünf und sechs das starke deutsche Abschneiden.

„Das war megawichtig für unsere Sportart. Nach Sotschi haben wir an allen Schrauben und Rädern gedreht, um das zu schaffen“, sagte Lölling. Auch Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) atmete auf. „Es freut mich für das Trainerteam um Jens Müller. Wäre diese starke Teamleistung von den Mädels hier ausgeblieben, hätten wir die Förderung für den nächsten Olympia-Zyklus wohl aus eigenen Mitteln bezahlen müssen“, sagte Schwab.