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Siegtreffer in der letzten Sekunde

Siegtreffer in der letzten Sekunde

Wiesbach. Im Spitzenspiel der Fußball-Saarlandliga war der FC Hertha Wiesbach nahe dran, dem 1. FC Saarbrücken II die zweite Saisonniederlage beizubringen. Am Ende fehlten aber fünf Minuten, in denen der Tabellenführer das Spiel noch zu seinen Gunsten drehte. 1:0 hatte die Hertha seit der vierten Spielminute durch ein Kopfballtor von Sören Recktenwald geführt

Wiesbach. Im Spitzenspiel der Fußball-Saarlandliga war der FC Hertha Wiesbach nahe dran, dem 1. FC Saarbrücken II die zweite Saisonniederlage beizubringen. Am Ende fehlten aber fünf Minuten, in denen der Tabellenführer das Spiel noch zu seinen Gunsten drehte. 1:0 hatte die Hertha seit der vierten Spielminute durch ein Kopfballtor von Sören Recktenwald geführt.

Doch dann unterlief Stefan Scherer in der 85. Minute ein Eigentor per Kopf und in letzter Sekunde bezwang Yannick Bach wieder mit einem Kopfball Hertha-Torhüter René Paul, der zuvor mehrmals glänzend pariert hatte. "So ist Fußball", war Trainer Oliver Braue die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben. Zwar sei der Druck des FCS im zweiten Durchgang stark gewesen, "aber der Zeitpunkt der Gegentore war für uns sehr bitter". Für seinen Saarbrücker Kollegen Andreas Fellhauer gab es keinen Zweifel am berechtigten Erfolg seines Teams. "Wir haben nach dem frühen Rückstand das Spiel bestimmt", hob er hervor, in der zweiten Halbzeit sei von Wiesbach nicht mehr viel zu sehen gewesen.

Vor der Partie hatte Fellhauer deutlich gemacht, dass das Meisterschaftsrennen trotz acht Punkten Vorsprung (jetzt sind es elf) für seine Mannschaft längst noch nicht gelaufen sei. "Wiesbach ist absolut auf Augenhöhe mit uns", bestätigte der ehemalige Profi. Die Hertha verfüge über eine spielstarke und erfahrene Mannschaft, er setze mit seiner Elf auf jugendlichen Elan. Aus dem Regionalligakader hatte Fellhauer lediglich Marcel Rozgonyi und Alexander Otto in Wiesbach dabei, wobei der lange verletzte Rozgonyi erst in den letzten fünf Minuten eingewechselt wurde.

Trotz eines schwierigen Untergrundes im Wallenbornstadion entwickelte sich vom Anstoß ein flottes Spiel, in dem beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten. Allerdings blieb im Spiel der Gastgeber vieles Stückwerk, weil die Saarbrücker kompakt standen und keinen gescheiten Spielaufbau zuließen. Deshalb war Oliver Braue zur Pause auch "nicht ganz zufrieden, denn wir spielen nicht das, was wir können".

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste den Druck und René Paul musste mehrmals sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu vermeiden. Doch in der 85. Minute war er gegen den Kopfball seines Mitspielers Stefan Scherer ebenso machtlos wie in der Schlussminute gegen den von Yannick Bach ins lange Eck. Kurz zuvor hatte Patrick Ackermann die Chance, seine Mannschaft mit 2:0 in Führung zu bringen. Aber sein Kopfball aus kurzer Distanz ging über das Tor.