Siegesserie von Handball-Drittligist HG Saarlouis reißt beim TV Hochdorf

3. Handball-Liga Süd der Männer : Siegesserie der HG Saarlouis reißt beim TV Hochdorf

19:24 beim Aufsteiger, Kucharik muss operiert werden.

Das dritte Gastspiel in Folge an einem Freitagabend bescherte den Drittliga-Handballern der HG Saarlouis eine Niederlage. Beim zuvor sieglosen Aufsteiger TV Hochdorf unterlag der bisherige Tabellendritte mit 19:24 (9:9) und fiel im Tableau mit 6:4 Punkten zurück auf Rang sieben. „Gegen Pforzheim ist es für uns einfach sensationell gelaufen (32:28, Anm. d. Red.). Da waren alle Spieler an der Kapazitätsgrenze. Wenn das nicht der Fall ist, können wir gegen jeden verlieren – das hat sich in Hochdorf gezeigt“, sagte HG-Trainer Philipp Kessler nach zuvor drei Siegen in Folge.

Die Vorentscheidung vor 405 Zuschauern brachte eine Saarlouiser Schwächephase in Hälfte zwei, als Hochdorf die Gästeführung zum 14:13 durch Peter Walz (40. Minute) mit einem Fünf-Tore-Lauf beantwortete – 14:18 (48.). „In der Phase hatten wir keine guten Abschlüsse, und ihr Torwart hat sehr stark gehalten. Wir hatten da nichts mehr zuzusetzen – unter anderem, weil mir Alternativen von der Bank fehlen“, verwies Kessler erneut auf die dünne Personaldecke.

„Wir haben nicht mehr verdient, weil wir nie zu unserem Spiel fanden. Hochdorf hat uns in der Abwehr vorgemacht, wie es geht“, sagte HG-Neuzugang Tommy Wirtz. Der Luxemburger auf Linksaußen war mit zehn Toren (zwei Siebenmeter) lange die Lebensversicherung der HG. Wirtz sorgte kurz vor der Pause mit dem 9:8 (29.) für die erste Führung, ehe die „Pfalz-Biber“ um den überragenden Torwart Roko Peribonio (22 Paraden) und Topwerfer Vincent Klug (sechs Tore) nach der Halbzeit enteilten.

„Es war ein gebrauchter Tag – wir müssen das rasch abhaken und nach vorne schauen“, ergänzte Kessler. Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr wartet bei der TSG Haßloch das nächste Auswärtsderby. Auf die Dienste von Ivo Kucharik muss Saarlouis weiter verzichten. Der slowakische Spielmacher wird sich einem kleineren Eingriff am Meniskus unterziehen und danach bis zu vier weitere Wochen fehlen.

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